Veganen Käse selber machen: Der komplette Guide

18.1.2026

Selbstgemachter veganer Käse ist nicht nur günstiger als gekaufte Alternativen, sondern schmeckt auch besser – und du weißt genau, was drin ist. In diesem Guide zeige ich dir verschiedene Methoden, mit denen du cremigen Frischkäse, würzigen Parmesan-Ersatz und sogar fermentierte Käsesorten selbst herstellen kannst.

Die Grundlagen: Was du brauchst

Für veganen Käse benötigst du je nach Methode unterschiedliche Zutaten. Die wichtigsten Basis-Zutaten sind:

Methode 1: Schneller Cashew-Frischkäse

Der einfachste Einstieg in die vegane Käseherstellung. Du brauchst:

Die eingeweichten Cashews abspülen, mit den restlichen Zutaten im Hochleistungsmixer pürieren – fertig! Hält im Kühlschrank 5-7 Tage.

Tipp: Verfeinere den Frischkäse mit frischen Kräutern, Knoblauch oder getrockneten Tomaten.

Methode 2: Fermentierter Cashewkäse

Fermentation macht den Unterschied: Durch die Zugabe von Starterkulturen entwickelt der Käse eine komplexere Geschmackstiefe und enthält wertvolle Probiotika für deine Darmgesundheit (Panaceas Pantry).

Starterkulturen-Optionen

Du hast mehrere Möglichkeiten für die Fermentation:

So funktioniert's

  1. Cashews 8-12 Stunden einweichen, abspülen
  2. Mit Starterkultur und etwas Wasser cremig pürieren
  3. In ein sauberes Gefäß füllen, abdecken
  4. 24-48 Stunden bei Raumtemperatur fermentieren
  5. Je länger die Fermentation, desto intensiver der Geschmack

Wichtig: Bei der Fermentation auf Sauberkeit achten! Wenn der Käse unangenehm riecht oder schmeckt, lieber entsorgen und neu starten (Gaz Oakley Chef).

Methode 3: Nussfreier Käse

Für Allergiker oder preisbewusste Köche gibt es tolle Alternativen:

Sonnenblumenkern-Käse

Sonnenblumenkerne sind regional verfügbar und deutlich günstiger als Cashews. Das Ergebnis wird etwas gräulicher, schmeckt aber genauso köstlich (Smarticular).

Kartoffelkäse

Aus Kartoffeln lässt sich ein reibfähiger Käse herstellen, der sich auch zum Überbacken eignet – eine günstige und allergikerfreundliche Option.

Tofu-Feta

Naturtofu lässt sich mit einer Marinade aus Olivenöl, Zitronensaft, Oregano und Salz in eine köstliche Feta-Alternative verwandeln (Ela Vegan).

Wir haben auch ein Rezept für nuss- und sojafreien Käse auf Basis von Haferflocken und Süßkartoffeln.

Methode 4: Schnittfester Käse mit Agar-Agar

Für Käse, der sich schneiden oder sogar reiben lässt, brauchst du ein Bindemittel. Agar-Agar (aus Algen gewonnen) ist die vegane Alternative zu Gelatine.

Grundrezept:

Das Agar-Agar separat in etwas Wasser aufkochen, dann schnell unter die pürierte Masse mixen und sofort in eine Form gießen. Im Kühlschrank fest werden lassen.

Das richtige Equipment

Für die vegane Käseherstellung brauchst du:

Probiotische Vorteile

Fermentierter veganer Käse bietet echte Gesundheitsvorteile: Die enthaltenen Milchsäurebakterien unterstützen eine gesunde Darmflora (PlantX UK). Die Fermentation macht die Nährstoffe aus Cashews besser verfügbar und reduziert sogenannte Antinährstoffe (Yang's Nourishing Kitchen).

Hinweis: Nicht alle gekauften veganen Käsesorten sind fermentiert – selbstgemachter fermentierter Käse hat hier einen klaren Vorteil.

Nährwert-Realität

Eine Studie aus dem Jahr 2022 analysierte 245 pflanzliche Käsealternativen: Nur 3% enthielten 5g oder mehr Protein pro Portion (PMC). Eine 2025 veröffentlichte Untersuchung zeigte zudem, dass viele kommerzielle Produkte deutlich weniger Calcium und mehr Salz enthalten als Milchkäse (MDPI Foods).

Der Vorteil bei selbstgemachtem Käse: Du kontrollierst die Zutaten! Cashews liefern natürliches Protein und gesunde Fette, und du kannst den Salzgehalt selbst bestimmen.

Lebensmittelsicherheit beachten

Bei der Fermentation ist Hygiene besonders wichtig. Das BC Centre for Disease Control weist darauf hin, dass rohe Cashews mit Salmonellen kontaminiert sein können (BCCDC). Verwende daher möglichst pasteurisierte oder geröstete Cashews, wenn du auf Nummer sicher gehen möchtest.

Grundregeln:

Fazit: Dein Käse, deine Regeln

Veganen Käse selbst herzustellen ist einfacher, als du denkst. Starte mit einem einfachen Cashew-Frischkäse und arbeite dich zu fermentierten Sorten vor. Das Experimentieren mit verschiedenen Kräutern, Gewürzen und Nüssen macht Spaß – und du wirst überrascht sein, wie lecker das Ergebnis ist!

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