Handpflege aus der Küche

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Trockene, raue Hände im Herbst und Winter lassen sich mit einfachen Zutaten aus der Küche pflegen. Olivenöl, Meersalz und eine reife Banane reichen für ein wirksames Verwöhnprogramm - ganz ohne teure Spezialprodukte. Die folgenden fünf Schritte kombinieren Peeling, Bad, Maske und Nachtpflege.

Zutat Wirkung Wird verwendet für
Meersalz + Olivenöl Peelt abgestorbene Hautzellen Handpeeling
Olivenöl + Zitronensaft Spendet Feuchtigkeit Handbad
Banane + Sojamilch Pflegt und glättet Handmaske
Mandelöl Zieht schnell ein Nachtpflege
Vegane Handcreme Schützt dauerhaft Tägliche Pflege

1. Handpeeling

1 TL grobes Meersalz mit 1 EL Olivenöl vermischen. Die entstandene Paste auf den Händen verreiben und anschließend mit lauwarmem Wasser abspülen. Wem das zu grob ist: Das Salz kann auch durch 1 TL Zucker ersetzt werden.

Tipp: Übrig gebliebene Paste eignet sich auch gut für ein Fußpeeling oder raue Stellen an den Ellenbogen!

2. Handbad

Ein Bad tut gut - auch den Händen! Dafür Olivenöl im Wasserbad vorsichtig erwärmen, dabei nicht zu heiß werden lassen. Einen Spritzer Zitronensaft dazu, dann die Hände abwechselnd ca. 10 Minuten in einer flachen Schüssel im angenehm warmen Öl baden und danach vorsichtig trocken tupfen.

Wer gerade Kartoffeln gekocht hat, kann auch das abgekühlte Kochwasser (ohne Kartoffelreste) zum Handbad umfunktionieren. Die Hände auch hier ca. 10 Minuten baden und danach lufttrocknen.

3. Handmaske

Wer eine Banane zu Hause hat, die zum Essen schon zu matschig ist, sollte sie nicht wegwerfen! ½ Banane mit einer Gabel zerdrücken, mit etwas Sojamilch vermischen und auf den Händen verteilen. Nach ca. 20 Minuten kann die Maske abgewaschen werden.

Tipp: Während der Einwirkzeit einen leckeren Shake aus der übrigen Banane und Vanillesojamilch genießen!

4. Wirkt Wunder über Nacht

Vor dem Schlafengehen die Hände mit Oliven- oder Mandelöl massieren und kuschelige Baumwollhandschuhe darüber ziehen. Am nächsten Tag sind die Hände spürbar weicher und geschmeidiger.

5. Cremen, cremen, cremen

Mehrmals täglich die Hände mit Handcreme eincremen! Vegane Handcremes gibt es zum Beispiel von Lavera oder Alverde von dm. Wer eine größere Auswahl sucht, findet einen Überblick im Handcreme-Kaufguide.

Tipp für die Vergesslichen: Eine Tube Handcreme in der Handtasche oder am Arbeitsplatz erinnert ans Cremen!

Sicherheit bei selbstgemachter Handpflege

Vor der ersten Anwendung empfiehlt sich ein Patch-Test an einer kleinen Hautstelle, um Unverträglichkeiten auszuschließen. Peeling und Maske aus frischen Zutaten sollten direkt nach dem Anrühren verwendet und nicht aufbewahrt werden. Bei Hautreizungen die Anwendung sofort beenden und im Zweifel einen Hautarzt oder eine Hautärztin konsultieren.

Wer sich dieses Verwöhnprogramm einmal wöchentlich gönnt, darf sich über dauerhaft streichelzarte Hände freuen - viel Spaß beim Ausprobieren!

Häufige Fragen

Wie oft sollte ich das Verwöhnprogramm anwenden?
Einmal wöchentlich reicht für spürbar weichere Hände. Bei sehr trockener Haut im Winter kann das Peeling und Bad auch alle 3-4 Tage wiederholt werden, während das Eincremen mit Handcreme mehrmals täglich erfolgen sollte. Wichtiger als Häufigkeit ist Regelmäßigkeit.
Wie lange ist selbstgemachte Handpflege haltbar?
Peeling und Handmaske aus frischen Zutaten wie Banane sollten sofort verwendet und nicht aufbewahrt werden, da sie ohne Konservierungsstoffe schnell verderben. Reste gehören nicht in den Kühlschrank für später, sondern direkt in den Biomüll. Nur trockene Zutaten wie Meersalz lassen sich problemlos lagern.
Was mache ich bei Hautreizungen?
Bei Rötungen, Jucken oder Brennen sofort abwaschen und die Anwendung beenden. Vor der ersten Nutzung empfiehlt sich ein Patch-Test an einer kleinen Hautstelle. Halten Reizungen an oder treten sie wiederholt auf, sollte ein Hautarzt oder eine Hautärztin konsultiert werden.
Kann ich das Handpeeling auch für die Füße verwenden?
Ja, die Meersalz-Olivenöl-Paste eignet sich genauso gut für raue Fersen und Füße. Auch für Ellenbogen und andere trockene Hautstellen lässt sich übrig gebliebenes Peeling weiterverwenden, statt es wegzuwerfen.
Welches Öl eignet sich am besten für trockene Hände?
Olivenöl ist ergiebig und meist ohnehin in der Küche vorhanden, Mandelöl zieht schneller ein und eignet sich besonders gut für die Nachtpflege unter Baumwollhandschuhen. Beide Öle sind rein pflanzlich und eignen sich für die tägliche Anwendung.
Warum werden Hände im Herbst und Winter besonders trocken?
Kalte Luft draußen und trockene Heizungsluft drinnen entziehen der Haut Feuchtigkeit, während häufiges Händewaschen die natürliche Fettschicht zusätzlich strapaziert. Hände haben zudem weniger Talgdrüsen als andere Hautpartien und trocknen dadurch schneller aus.