Gemüse und Obst richtig lagern

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Du kennst das sicher: Voller Vorfreude kommst du mit einem Korb frischem Obst und Gemüse nach Hause, freust dich auf das leckere Essen - und stellst einen Tag später fest, dass der Salat schon welkt und die Ananas nach nichts schmeckt. Mit der richtigen Lagerung passiert dir das nicht mehr!

Tipps für den Einkauf

Bereits beim Einkauf kannst du erkennen, wie frisch dein Obst und Gemüse ist. Je frischer die Früchte, desto schöner sehen die Schnittstellen aus. Spargel oder Brokkoli mit braunen, holzigen Stielenden liegen oft schon länger im Supermarkt und halten auch zu Hause nicht mehr lange.

Viele Südfrüchte reifen zu Hause nach - mit Ausnahme von Ananas. Bananen, Mango oder Avocado kannst du ruhig noch etwas unreif kaufen und zusammen mit Äpfeln bei Zimmertemperatur lagern, damit sie schneller nachreifen. Bei Bananen lohnt sich der Griff zu Bio-Qualität, da konventionelle Bananen oft mit Ethylen künstlich gereift werden und Fungizide auf der Schale tragen können.

Nachreifende Früchte und Gemüse

Diese Sorten reifen nach der Ernte noch weiter:

Nicht nachreifende Früchte und Gemüse

Diese Sorten solltest du reif kaufen:

Tipp für Ananas: Eine reife Ananas erkennst du an der goldgelben Farbe und daran, dass sich die inneren Blätter leicht herausziehen lassen. Der Geruch sagt übrigens nichts über den Reifegrad aus!

Die richtige Lagerung

Südfrüchte gehören generell nicht in den Kühlschrank - die Kälte lässt sie an Geschmack verlieren. Sehr reife Bananen oder Avocados kannst du aber ausnahmsweise für einen Tag kühlen, um den Reifeprozess zu stoppen.

Wichtige Lagerungstipps:

Bei Zimmertemperatur lagern

In der kühlen Speisekammer

Im Kühlschrank

Im Gemüsefach:

Im Kühlschrankfach:

Profi-Tipps für längere Frische

Gemüse vor dem Lagern nicht waschen oder schneiden - so bleiben Frische und Vitamine am längsten erhalten. Blattgemüse und Frühlingszwiebeln halten sich besser, wenn du ein feuchtes Tuch dazulegst.

Wer einen kühlen, dunklen Keller hat, kann Wurzelgemüse dort in Kisten mit Sand für mehrere Wochen lagern. Auch Äpfel, Zwiebeln und Kartoffeln sind dort gut aufgehoben.

Das Wichtigste: Kaufe am besten nur so viel, wie du in den nächsten zwei bis drei Tagen verbrauchst. Je kürzer die Lagerzeit, desto vitaminreicher und aromatischer bleibt dein Obst und Gemüse!

Wenn du überschüssiges Obst und Gemüse haltbar machen möchtest, schau dir unseren Guide zum Einmachen und Einkochen an - so landet weniger im Müll und du hast auch im Winter Vorräte aus der Saison. Für die restlichen Lebensmittel im Haushalt lohnt sich außerdem ein Blick auf Kühlschrank richtig einräumen - dort erfährst du, welche Zone welche Temperatur hat und was wohin gehört.

Häufige Fragen

Warum reifen manche Früchte schneller, wenn sie zusammen liegen?
Äpfel, Bananen, Tomaten und Birnen setzen beim Reifen das Gas Ethylen frei, das benachbarte Früchte zum schnelleren Nachreifen anregt. Legst du unreife Avocados oder Mangos daneben, beschleunigt das den Reifeprozess - willst du dagegen einen Kopfsalat oder Brokkoli länger frisch halten, gehören diese Ethylen-Produzenten getrennt gelagert, sonst welken sie schneller.
Wie lagert man einen Kürbis richtig?
Ein ganzer, unbeschädigter Kürbis gehört nicht in den Kühlschrank, sondern an einen kühlen, trockenen und dunklen Ort wie Keller oder Speisekammer - dort hält er sich je nach Sorte mehrere Wochen bis Monate. Sobald er angeschnitten ist, wickle die Schnittfläche in ein Tuch oder eine Dose und bewahre ihn im Kühlschrank auf, dort hält er sich noch etwa eine Woche.
Kann man Obst und Gemüse einfrieren, um es länger haltbar zu machen?
Ja, fast jedes Gemüse lässt sich einfrieren, am besten nach kurzem Blanchieren, damit Farbe, Vitamine und Textur erhalten bleiben. Beeren, Bananenstücke für Smoothies oder klein geschnittenes Wurzelgemüse für Suppen kannst du roh einfrieren. Wasserreiches Gemüse wie Gurke oder Salat eignet sich dagegen kaum, da es nach dem Auftauen matschig wird.
Wie bewahrt man frische Kräuter am längsten auf?
Stell Kräuter wie Petersilie oder Basilikum mit den Stielen in ein Glas Wasser und stülpe locker eine Plastiktüte darüber, so halten sie im Kühlschrank oder auf der Fensterbank oft über eine Woche. Robustere Kräuter wie Rosmarin oder Thymian lassen sich stattdessen in ein feuchtes Tuch gewickelt im Gemüsefach lagern.
Warum sollte man Obst und Gemüse erst kurz vor dem Verbrauch waschen?
Feuchtigkeit beschleunigt Schimmelbildung und Fäulnis, deshalb bleibt ungewaschenes Obst und Gemüse länger frisch. Wäschst du es direkt nach dem Einkauf, bleibt Restfeuchte an der Oberfläche und die Lagerzeit verkürzt sich spürbar - besonders bei Beeren und Blattgemüse macht das oft den Unterschied zwischen zwei und fünf Tagen Haltbarkeit.