Vegane Tipps gegen Mitesser & große Poren

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Irgendwann ist es einfach genug: Mitesser und vergrößerte Poren nerven, auch wenn die Pubertät längst vorbei ist. Die gute Nachricht: Ernährung, die richtige Reinigung und ein paar pflanzliche Wirkstoffe sind inzwischen gut erforscht. Hier kommen die Tipps, die wirklich einen Unterschied machen.

Bei Mitessern, in der Fachsprache auch Komedonen genannt, handelt es sich um mit Talg verstopfte Poren. Die Talgproduktion wird vor allem hormonell gesteuert - deshalb reagiert unreine Haut oft empfindlich auf Ernährung, Stress und Zyklus. Es bleibt ein rein kosmetisches Thema, aber wer wünscht sich nicht makellose Haut ohne schwarze Pünktchen?

Ernährung beeinflusst das Hautbild

Eine systematische Übersichtsarbeit von 34 Studien fand bei 77 Prozent der Untersuchungen einen Zusammenhang zwischen hohem glykämischen Index und Akne-Schwere. Eine Ernährung mit niedrigem glykämischen Index reduzierte die Anzahl der Hautunreinheiten in kontrollierten Studien deutlich stärker als die Vergleichsgruppe.

Milchprodukte, besonders fettarme Sorten, standen in 70 Prozent der ausgewerteten Studien mit mehr Unreinheiten in Verbindung - der Effekt zeigte sich vor allem bei westlichen Ernährungsmustern. Ein aktueller Fachartikel zu pflanzenbasierter Ernährung und Hautgesundheit erklärt den Mechanismus: Milch hebt den Wachstumsfaktor IGF-1 an, der die Talgdrüsen zusätzlich aktiviert.

Pflanzliche Kost wirkt dem entgegen:

Was sonst noch auf dem Speiseplan stehen sollte, erfährst Du in unseren 5 veganen Must-Eats für wunderschöne Haut.

Sanfte statt aggressive Reinigung

Die American Academy of Dermatology (AAD) empfiehlt, das Gesicht höchstens zweimal täglich mit lauwarmem (nicht heißem) Wasser zu reinigen. Häufigeres Waschen reizt die Haut und kurbelt die Talgproduktion eher noch an, statt sie zu bremsen.

Wichtig ist außerdem ein nicht-komedogenes Produkt, das die Poren nicht zusätzlich verstopft. Für die Ölreinigung eignet sich zum Beispiel das Bio-Reinigungs-Öl von Pure Skin Food, einer veganen Bio-Kosmetiklinie aus Wien - das Prinzip dahinter: Öl löst Öl, ohne die Hautbarriere anzugreifen.

Die AAD nennt zudem Salicylsäure als gut untersuchten Wirkstoff: Sie ist fettlöslich, dringt in die Pore ein und löst dort Talg und abgestorbene Hautzellen.

Tonerde-Masken und pflanzliche Wirkstoffe

Eine klinische Studie mit 60 Teilnehmenden testete vier Wochen lang eine Tonerde-Maske bei öliger und unreiner Haut. Das Ergebnis nach zweimal wöchentlicher Anwendung:

Messwert Veränderung nach 4 Wochen
Hautfett (direkt nach Anwendung) -68,97 %
Geschlossene Mitesser -46,44 %
Offene Mitesser -65,77 %
Sichtbare Porengröße kaum verändert

Auch bei pflanzlichen Wirkstoffen tut sich einiges: Eine Übersichtsarbeit zu Pflanzenphenolen beschreibt, dass Grüntee-Extrakt (EGCG) die Talgproduktion in Hautzellen bremst, während Quercetin aus Obst und Gemüse das Wachstum von Akne-Bakterien hemmt. Die meisten Daten stammen bislang aus Labor- und Tierversuchen - ein spannendes Forschungsfeld, aber noch keine Wundermittel.

Für die DIY-Variante zu Hause haben wir passende vegane Gesichtsmasken gegen Mitesser zusammengestellt: Peele die Haut vorher kurz an, trage die frisch angerührte Maske auf und lass sie bis zum Antrocknen einwirken.

Sonnenschutz nicht vergessen

Ein oft übersehener Punkt: Die AAD rät zu täglichem Breitband-Sonnenschutz ab LSF 30, weil UV-Schäden die Haut mit der Zeit erschlaffen lassen und Poren dadurch optisch größer wirken. Eine Übersicht veganer Produkte findest Du in unserem Guide zu veganer Sonnencreme.

Die Porengröße selbst ist übrigens größtenteils genetisch festgelegt und lässt sich nicht dauerhaft verkleinern - mit der richtigen Routine wirken Poren aber spürbar feiner, weil sie seltener verstopfen.

Häufige Fragen

Was verursacht Mitesser und große Poren überhaupt?
Mitesser (Komedonen) entstehen, wenn Talg und abgestorbene Hautzellen eine Pore verstopfen. Die Talgproduktion wird stark hormonell gesteuert - deshalb reagiert unreine Haut oft empfindlich auf Ernährung, Stress und Zyklusschwankungen.
Hilft eine pflanzenbasierte Ernährung wirklich gegen Mitesser?
Eine große Übersichtsarbeit von 2022 fand bei 77 Prozent der ausgewerteten Studien einen Zusammenhang zwischen hohem glykämischen Index und Akne. Milchprodukte, besonders fettarme Milch, waren vor allem in westlichen Ernährungsmustern mit mehr Unreinheiten verbunden - ballaststoffreiche, pflanzliche Kost wirkt dem über eine geringere Insulin- und IGF-1-Ausschüttung entgegen.
Wie oft sollte ich mein Gesicht bei unreiner Haut reinigen?
Die American Academy of Dermatology empfiehlt zweimal täglich mit lauwarmem Wasser und einer milden, nicht-komedogenen Reinigung - öfter waschen reizt die Haut nur und kurbelt die Talgproduktion zusätzlich an.
Was bringen Tonerde-Masken bei verstopften Poren?
Eine klinische Studie mit 60 Teilnehmenden zeigte nach vier Wochen zweimal wöchentlicher Anwendung 68,97 Prozent weniger Hautfett direkt nach dem Auftragen sowie 46 bis 66 Prozent weniger geschlossene und offene Mitesser. Die sichtbare Porengröße veränderte sich dabei allerdings kaum.
Welche pflanzlichen Wirkstoffe werden bei unreiner Haut untersucht?
Grüntee-Extrakt (EGCG) bremst in Studien die Talgproduktion der Talgdrüsen, während der Pflanzenstoff Quercetin aus Obst und Gemüse das Wachstum von Aknebakterien hemmt. Die meisten Daten stammen bisher aus Labor- und Tierstudien, erste Ergebnisse sind aber vielversprechend.
Kann man große Poren dauerhaft verkleinern?
Nein, die Porengröße ist größtenteils genetisch festgelegt und lässt sich nicht dauerhaft verändern. Regelmäßige, milde Pflege mit Salicylsäure oder Retinol sowie täglicher Sonnenschutz lassen Poren aber sichtbar feiner wirken, weil sie weniger verstopfen und die Haut straffer bleibt.