Vegane Ernährung: So deckst du alle wichtigen Nährstoffe ab

10.2.2026

Eine vegane Ernährung kann dich mit allen wichtigen Nährstoffen versorgen – das bestätigt auch die Amerikanische Gesellschaft für Ernährung. Aktuelle Studien zeigen sogar, dass pflanzliche Kost das Risiko für chronische Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes und Bluthochdruck senken kann. Mit etwas Planung isst du nicht nur gesund, sondern auch richtig lecker!

Protein: Mehr Auswahl als du denkst

Die Frage "Woher bekommst du dein Protein?" kennt wohl jede vegane Person. Die gute Nachricht: Eine aktuelle Analyse von 30 Studien zeigt, dass 14 der 17 beliebtesten pflanzlichen Proteinquellen alle neun essenziellen Aminosäuren enthalten.

Die besten veganen Proteinquellen:

Eine Studie im New England Journal of Medicine aus 2024 bestätigt: Pflanzliche Proteine sind sogar mit einer geringeren Sterblichkeit verbunden als tierische. Mehr zu den 10 besten veganen Proteinquellen findest du in unserem Überblick.

Eisen: Mit Vitamin C zum Erfolg

Eisen aus pflanzlichen Quellen wird vom Körper etwas schlechter aufgenommen als aus tierischen. Doch das lässt sich leicht ausgleichen: Vitamin C steigert die Eisenaufnahme aus pflanzlichen Lebensmitteln deutlich, indem es das Eisen in eine besser verwertbare Form umwandelt.

Eisenreiche pflanzliche Lebensmittel:

Praktischer Tipp: Kombiniere eisenreiche Mahlzeiten mit einem Glas Orangensaft, Paprika, Brokkoli oder einem Spritzer Zitrone. So optimierst du die Aufnahme auf natürliche Weise. Vermeide hingegen Kaffee oder Tee direkt zu eisenreichen Mahlzeiten – die enthaltenen Tannine hemmen die Eisenaufnahme.

Mehr Details findest du in unserem Artikel über Eisen.

Zink: Die unterschätzte Kraftquelle

Zink ist wichtig für dein Immunsystem, die Wundheilung und den Stoffwechsel. Bei einer veganen Ernährung solltest du gezielt auf zinkreiche Lebensmittel setzen.

Gute vegane Zinkquellen:

Gut zu wissen: Das Einweichen von Hülsenfrüchten und Nüssen reduziert Phytate, die die Zinkaufnahme hemmen können. So holst du das Maximum aus deinen Lebensmitteln heraus.

Vitamin B12: Das einzige Supplement, das du wirklich brauchst

Bei Vitamin B12 führt kein Weg an einer Ergänzung vorbei – und das ist völlig okay. Aktuelle wissenschaftliche Empfehlungen bieten dir drei Möglichkeiten:

  1. Täglich angereicherte Lebensmittel mit mindestens 3 µg B12 (2-3 Mal am Tag)
  2. Täglich ein Supplement mit 10-25 µg B12
  3. Wöchentlich ein Supplement mit 2.000 µg B12

Eine Übersichtsstudie aus 2024 bestätigt: B12-Mangel ist bei Veganer:innen ohne Supplementierung verbreitet – doch mit gezielter Ergänzung kein Problem. Hochdosierte B12-Präparate (bis 5.000 µg) sind dabei völlig unbedenklich.

Weitere B-Vitamine wie B2, B6 und Folsäure findest du reichlich in Bananen, Hülsenfrüchten, Vollkorn, grünem Blattgemüse und Nüssen. Mehr dazu in unserem ausführlichen Vitamin-B12-Guide.

Omega-3-Fettsäuren: Algen statt Fisch

Die essenziellen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA sind wichtig für Gehirn und Herz. Laut aktueller Forschung sollten Veganer:innen auf eine gute Versorgung achten.

Deine veganen Omega-3-Quellen:

Tipp: Ein Esslöffel geschrotete Leinsamen täglich oder ein Algenöl-Supplement sichern deine Omega-3-Versorgung optimal ab.

Kalzium und Vitamin D: Das Duo für starke Knochen

Für gesunde Knochen brauchst du beides: Kalzium für die Substanz und Vitamin D für die Aufnahme.

Kalziumreiche vegane Lebensmittel:

Vitamin D solltest du in den Wintermonaten supplementieren – das gilt übrigens für alle Ernährungsweisen. Die EFSA empfiehlt für Erwachsene 15-20 µg (600-800 IE) täglich.

Jod: Oft übersehen, aber wichtig

Jod ist essenziell für die Schilddrüsenfunktion. Aktuelle Studien zeigen, dass Veganer:innen oft niedrigere Jodwerte haben.

Vegane Jodquellen:

Wichtig: Bei Algen auf den Jodgehalt achten – manche Sorten wie Kombu enthalten sehr hohe Mengen. Nori ist die sicherste Wahl.

Dein Fazit: Ausgewogen vegan ist einfacher als du denkst

Eine große Metaanalyse mit über 48.000 Kindern bestätigt: Gut geplante vegane Ernährung unterstützt gesundes Wachstum – mit den richtigen Supplements. Für Erwachsene gilt das erst recht!

Deine Checkliste für eine ausgewogene vegane Ernährung:

Mit diesen einfachen Grundsätzen isst du nicht nur gesund, sondern genießt auch die volle Vielfalt der pflanzlichen Küche. Lass dich inspirieren von unseren 5 Tipps für eine ausgewogene vegane Ernährung und entdecke neue Lieblingsrezepte!