Veganes Zucchini-Risotto: Cremig und aromatisch in 35 Minuten
So cremig, so aromatisch, so einfach - dieses vegane Zucchini-Risotto zeigt, dass pflanzliche Küche keine Kompromisse kennt. Die Kombination aus angebratenen Zucchiniwürfeln und geraspelten Zucchini sorgt für die perfekte Balance aus Textur und Cremigkeit.
Das Geheimnis des perfekten Risottos
Das A und O für ein samtiges Risotto: den Reis niemals waschen! Die Stärke auf den Körnern ist dein bester Freund - sie macht das Gericht herrlich cremig, ganz ohne Sahne. Das langsame Einrühren der warmen Brühe setzt diese Stärke nach und nach frei.
Warum dieses Risotto besonders ist
Der Trick mit den zwei Zubereitungsarten der Zucchini macht den Unterschied: Die angebratenen Würfel behalten Biss und bringen leicht karamellisierte Röstaromen mit, während die geraspelten Zucchini regelrecht im Reis "verschwinden" und für zusätzliche Cremigkeit sorgen.
Das weiße Miso ist optional, aber ein echter Gamechanger - es bringt eine tiefe Umami-Note ins Spiel, die an Parmesan erinnert.
Tipps für garantiertes Gelingen
Die richtige Reissorte: Arborio ist der Klassiker, Carnaroli gilt unter Profis als König des Risotto-Reis. Beide haben den hohen Stärkegehalt, den du brauchst.
Temperatur der Brühe: Immer warm halten! Kalte Brühe würde den Garprozess unterbrechen und das Risotto körnig machen.
Geduld beim Rühren: Ständiges, sanftes Rühren ist der Schlüssel. Dabei löst sich die Stärke und verbindet sich mit der Flüssigkeit.
Der richtige Zeitpunkt: Risotto wartet nicht - sofort servieren, solange es noch fließt. Nach wenigen Minuten wird es zu fest.
Variationen für jeden Geschmack
Mit Erbsen: Eine Handvoll grüne Erbsen in den letzten 5 Minuten mitkochen - Frühlingsfeeling pur!
Extra würzig: Einen Teelöffel Kurkuma mitkochen für Farbe und leichte Schärfe.
Mit Pilzen: 150g Champignons oder Kräuterseitlinge zu den Zucchini geben - ein Traumpaar!
Ohne Wein: Einfach mit Brühe ablöschen und einen Schuss Zitronensaft extra hinzufügen.
So machst du Reste zu Stars
Sollte tatsächlich etwas übrig bleiben (unwahrscheinlich!), formen sich aus dem kalten Risotto wunderbare Arancini: Mit etwas Mehl bestäuben, zu Bällchen formen, in Semmelbrösel wälzen und goldbraun frittieren oder im Airfryer backen.
Rezept
Zutaten
- 300g Risotto-Reis (Arborio oder Carnaroli)
- 2 mittelgroße Zucchini (ca. 400g)
- 1 Zwiebel, fein gewürfelt
- 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
- 150ml trockener Weißwein (oder Gemüsebrühe)
- 1 Liter Gemüsebrühe, warm gehalten
- 2 EL Olivenöl
- 2 EL vegane Butter
- 3 EL Hefeflocken
- 1 EL weißes Miso (optional, für extra Umami)
- Abrieb und Saft einer halben Bio-Zitrone
- Salz und frisch gemahlener Pfeffer
- Frische Petersilie oder Basilikum zum Garnieren
Zubereitung
- Die Zucchini waschen und in kleine Würfel schneiden. Die Hälfte grob raspeln (für extra Cremigkeit!).
- Die Gemüsebrühe in einem separaten Topf erhitzen und warm halten - das ist wichtig für gleichmäßiges Garen.
- Olivenöl in einer großen Pfanne oder einem breiten Topf bei mittlerer Hitze erwärmen. Die gewürfelten Zucchini darin 5-6 Minuten goldbraun anbraten, bis sie leicht karamellisieren. Herausnehmen und beiseite stellen.
- Im selben Topf die vegane Butter schmelzen, Zwiebel und Knoblauch darin glasig dünsten (ca. 3 Minuten).
- Den Risotto-Reis hinzufügen und 1-2 Minuten unter Rühren anrösten, bis die Körner leicht durchscheinend werden - das aktiviert die Stärke!
- Mit Weißwein ablöschen und rühren, bis die Flüssigkeit fast vollständig aufgenommen ist.
- Nun beginnt das Herzstück: Eine Kelle warme Brühe hinzufügen, sanft rühren, bis sie aufgesogen ist. Diesen Vorgang wiederholen, bis der Reis al dente ist (ca. 18-20 Minuten). Zwischendurch die geraspelten Zucchini einrühren.
- In den letzten Minuten die gebratenen Zucchiniwürfel, Hefeflocken, Miso (falls verwendet), Zitronenabrieb und -saft einrühren.
- Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Das Risotto sollte cremig fließen - bei Bedarf noch etwas Brühe hinzufügen.
- Auf Tellern anrichten, mit frischen Kräutern garnieren und sofort servieren.