Veganes Raclette für Silvester

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Silvester ohne Raclette? Für viele undenkbar! Mit diesem veganen Raclette-Rezept müsst ihr auch als Pflanzenesser nicht auf dieses gesellige Festessen verzichten. Der selbstgemachte Cashew-Käse schmilzt wunderbar und schmeckt dazu noch herrlich würzig.

Die perfekte vegane Alternative

Lange Zeit war veganes Raclette eine echte Herausforderung - die meisten pflanzlichen Käsealternativen wollten einfach nicht richtig schmelzen. Doch mit der richtigen Kombination aus Cashews, Tapiokastärke und Agar-Agar gelingt ein Käse, der nicht nur schmilzt, sondern auch geschmacklich überzeugt.

Das Geheimnis liegt in der Technik

Die Tapiokastärke sorgt für die gewünschte Schmelzeigenschaft, während das Agar-Agar dem Käse seine schnittfeste Konsistenz verleiht. Das richtige Verhältnis entscheidet über das Ergebnis: Zu viel Agar macht den Käse zu fest, zu viel Tapiokastärke macht ihn zu weich. Mit unserem Rezept findet ihr die perfekte Balance.

Traditionelle Beilagen - vegan interpretiert

Zum Raclette gehören traditionell Kartoffeln, Essiggurken und eingelegte Zwiebeln. Diese sind von Natur aus vegan und bilden die perfekte Grundlage. Dazu kommen verschiedene Gemüsesorten, die sich wunderbar grillen lassen. Ein kleiner Geheimtipp: Gegrillte Ananasstücke mit geschmolzenem Käse - klingt ungewöhnlich, schmeckt aber fantastisch!

Wer die Silvesterparty noch weiter ausbauen möchte, findet in unserer veganen Silvester-Sektbowle das passende Getränk dazu.

Tipps für die perfekte Silvester-Raclette-Party

Vorbereitung ist alles: Der vegane Käse kann schon am Vortag zubereitet werden und hält sich im Kühlschrank bis zu einer Woche. So habt ihr am Silvesterabend mehr Zeit für eure Gäste.

Die richtige Temperatur: Veganer Käse braucht etwas mehr Hitze zum Schmelzen als herkömmlicher Käse. Lasst das Raclette-Gerät gut vorheizen und habt etwas Geduld - das Ergebnis lohnt sich!

Kreative Kombinationen: Probiert verschiedene Gemüsekombinationen aus. Besonders lecker: Champignons mit Knoblauch, Paprika mit Zwiebeln oder Zucchini mit Tomaten.

Für alle etwas dabei: Wenn nicht alle Gäste vegan sind, könnt ihr problemlos beide Käsesorten anbieten. Achtet nur darauf, separate Pfännchen zu verwenden.

Geselligkeit steht im Mittelpunkt

Das Schöne am Raclette ist ja nicht nur das Essen selbst, sondern das gemeinsame Zubereiten und die gemütliche Atmosphäre. Mit diesem veganen Rezept könnt ihr dieses Erlebnis genießen, ohne auf eure Überzeugungen verzichten zu müssen. Wer die Käsevielfalt am Tisch noch erweitern will, kombiniert das Raclette gut mit unserem veganen Käsefondue.

Lasst es euch schmecken und rutscht gut ins neue Jahr!

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Rezept

Zubereitungszeit
45 Min
Kochzeit
30 Min
Gesamtzeit
75 Min
Portionen
6 Portionen

Zutaten

  • Für den veganen Raclette-Käse:
  • 200g Cashewkerne (2 Stunden eingeweicht)
  • 250ml ungesüßte Sojamilch
  • 4 EL Hefeflocken (Nährhefe)
  • 3 EL Tapiokastärke
  • 2 TL Agar-Agar-Pulver
  • 2 EL raffiniertes Kokosöl
  • 2 TL Salz
  • 1 TL Knoblauchpulver
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1/2 TL geräuchertes Paprikapulver
  • Für die Raclette-Beilagen:
  • 1,5 kg kleine festkochende Kartoffeln
  • 200g Cornichons (kleine Essiggurken)
  • 150g Silberzwiebeln (eingelegt)
  • 2 rote Paprika
  • 2 gelbe Paprika
  • 300g Champignons
  • 2 Zucchini
  • 200g Cherry-Tomaten
  • 1 frische Ananas
  • Frisches Baguette
  • Schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Zubereitung

  1. Die eingeweichten Cashewkerne mit 200ml Sojamilch, Hefeflocken, Salz, Knoblauchpulver, Zitronensaft und Paprikapulver in einem Hochleistungsmixer zu einer glatten Creme pürieren.
  2. In einem Topf die restliche Sojamilch (50ml) mit dem Agar-Agar verrühren und unter Rühren aufkochen lassen. 2 Minuten köcheln lassen.
  3. Die Cashewcreme zum köchelnden Agar-Agar geben und gut verrühren. Das Kokosöl einrühren.
  4. Die Tapiokastärke in 3 EL kaltem Wasser auflösen. Unter ständigem Rühren zur Käsemasse geben und nochmals 1 Minute köcheln lassen, bis die Masse dicklich wird.
  5. Die Käsemasse in eine mit Frischhaltefolie ausgelegte rechteckige Form gießen und für mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank stellen.
  6. Die Kartoffeln mit Schale in Salzwasser kochen, bis sie gar aber noch bissfest sind (etwa 20 Minuten). Warmhalten.
  7. Paprika und Zucchini in dünne Scheiben schneiden, Champignons vierteln oder halbieren, Ananas in kleine Stücke schneiden.
  8. Den veganen Käse aus der Form stürzen und in dünne Scheiben schneiden.
  9. Das Raclette-Gerät vorheizen. Die Käsescheiben in die Pfännchen legen und unter dem Grill schmelzen lassen.
  10. Währenddessen das Gemüse in den Pfännchen grillen. Die warmen Kartoffeln auf die Teller geben, mit dem geschmolzenen Käse übergießen und mit Cornichons, Silberzwiebeln und frisch gemahlenem Pfeffer servieren.

Häufige Fragen

Kann ich den veganen Raclette-Käse schon am Vortag vorbereiten?
Ja, das ist sogar empfehlenswert. Der Cashew-Käse hält sich fertig geformt und gekühlt bis zu einer Woche im Kühlschrank und lässt sich am Silvesterabend einfach in Scheiben schneiden.
Warum schmilzt mein veganer Käse nicht richtig?
Meist liegt es an zu wenig Hitze. Veganer Käse braucht ein gut vorgeheiztes Raclette-Gerät und etwas mehr Zeit unter dem Grillelement als herkömmlicher Käse, bis er schön zerläuft.
Kann ich Agar-Agar durch Gelatine ersetzen?
Nein, das würde das Rezept nicht vegan machen. Agar-Agar ist ein pflanzliches Geliermittel aus Algen und übernimmt hier genau die Funktion, die sonst Gelatine hätte - nur eben komplett pflanzlich.
Welche Beilagen passen zusätzlich zum veganen Raclette?
Neben Kartoffeln, Essiggurken und Silberzwiebeln passen auch gegrillter Tofu, Maiskolben oder eine Portion Ofengemüse gut dazu. Ein frisches Baguette darf ebenfalls nicht fehlen.
Ist der vegane Raclette-Käse glutenfrei?
Ja, die Käsemasse aus Cashewkernen, Sojamilch, Tapiokastärke und Agar-Agar enthält von Natur aus kein Gluten. Achtet nur beim Baguette und den weiteren Beilagen auf glutenfreie Alternativen, falls nötig.