Veganes Pilz-Bourguignon
Wenn du nach einem herzhaften, wärmenden Gericht für kalte Wintertage suchst, dann ist dieses vegane Pilz-Bourguignon genau das Richtige. Der französische Klassiker bekommt hier eine pflanzliche Interpretation, die mindestens genauso köstlich schmeckt wie das Original.
Ein Hauch von Frankreich
Bourguignon ist ein traditionelles Schmorgericht aus der Burgund-Region Frankreichs. Die vegane Version ersetzt das Fleisch durch eine köstliche Mischung aus verschiedenen Pilzsorten, die dem Gericht eine wunderbar herzhafte Textur und tiefe Umami-Noten verleihen.
Die perfekte Pilzmischung
Für das beste Geschmackserlebnis empfehle ich eine Kombination verschiedener Pilzsorten. Champignons bilden die Basis, während Shiitake für zusätzliche Umami-Tiefe sorgen. Kräuterseitlinge bringen eine fleischähnliche Textur mit. Falls du in Österreich lebst, kannst du auch saisonale Waldpilze wie Steinpilze oder Pfifferlinge verwenden – sie verleihen dem Gericht eine besonders edle Note.
Der Schlüssel zum Erfolg
Das Geheimnis eines großartigen Bourguignons liegt im langsamen Schmoren. Die Pilze und das Gemüse nehmen dabei die Aromen von Rotwein und Kräutern auf, während die Sauce zu einer samtigen Konsistenz eindickt. Wichtig ist, dass du die Pilze zuerst scharf anbrätst – so entwickeln sie eine goldbraune Kruste und intensive Röstaromen.
Serviervorschläge
Traditionell wird Bourguignon mit Kartoffelpüree serviert, aber es schmeckt auch hervorragend zu:
- Cremiger Polenta
- Frischen Bandnudeln
- Österreichischen Semmelknödeln
- Knusprigem Baguette zum Auftunken der köstlichen Sauce
Meal Prep Tipp
Dieses Gericht eignet sich perfekt zum Vorkochen. Es schmeckt am nächsten Tag sogar noch besser, wenn die Aromen richtig durchgezogen sind. Du kannst es bis zu 4 Tage im Kühlschrank aufbewahren oder portionsweise einfrieren.
Weinempfehlung
Da wir Rotwein im Gericht verwenden, passt derselbe Wein auch perfekt als Begleitung. Ein trockener veganer Pinot Noir oder ein kräftiger österreichischer Blaufränkisch harmonieren wunderbar mit den erdigen Pilzaromen.
Dieses vegane Pilz-Bourguignon beweist, dass pflanzliche Küche keineswegs Verzicht bedeutet. Es ist ein Gericht voller Geschmack, Tradition und Wärme – perfekt für gemütliche Winterabende mit Familie oder Freunden.
Rezept
Zutaten
- 500g gemischte Pilze (Champignons, Shiitake, Kräuterseitlinge)
- 200g Perlzwiebeln oder kleine Schalotten
- 2 große Karotten, in Scheiben geschnitten
- 3 Knoblauchzehen, fein gehackt
- 3 EL Tomatenmark
- 400ml trockener Rotwein (vegan)
- 400ml Gemüsebrühe
- 2 Lorbeerblätter
- 3 Zweige frischer Thymian
- 2 Zweige frischer Rosmarin
- 3 EL Olivenöl
- 2 EL Mehl
- 1 EL Balsamico-Essig
- Salz und schwarzer Pfeffer nach Geschmack
- Frische Petersilie zum Garnieren
Zubereitung
- Die Pilze je nach Größe halbieren oder vierteln. Große Champignons in dicke Scheiben schneiden, kleinere ganz lassen.
- In einem großen Topf 2 EL Olivenöl bei mittlerer Hitze erwärmen. Die Pilze portionsweise anbraten, bis sie goldbraun sind. Herausnehmen und beiseite stellen.
- Im selben Topf das restliche Öl erhitzen. Perlzwiebeln und Karotten etwa 5 Minuten anbraten, bis sie leicht gebräunt sind.
- Knoblauch hinzufügen und 1 Minute mitbraten. Tomatenmark einrühren und 2 Minuten rösten, bis es duftet.
- Mit Mehl bestäuben und gut umrühren. Nach und nach den Rotwein angießen und dabei ständig rühren, um Klumpen zu vermeiden.
- Gemüsebrühe, Lorbeerblätter, Thymian und Rosmarin hinzufügen. Aufkochen lassen.
- Die angebratenen Pilze wieder in den Topf geben. Hitze reduzieren und zugedeckt 35-40 Minuten köcheln lassen, bis die Sauce eingedickt ist.
- Mit Balsamico-Essig, Salz und Pfeffer abschmecken. Die Kräuterzweige und Lorbeerblätter entfernen.
- Mit frisch gehackter Petersilie bestreuen und heiß servieren.