Veganes Kletzenbrot

Kletzen ist das österreichische Wort für getrocknete Birnen - und sie geben diesem saftigen Adventsbrot seinen Namen. Zusammen mit Backpflaumen, Feigen, Rosinen und Walnüssen entsteht ein würziges Früchtebrot, das traditionell schon fast ohne tierische Zutaten auskommt.

Einweichen ist der wichtigste Schritt

Die getrockneten Früchte werden über Nacht in Rum, Agavendicksaft und Wasser eingeweicht. Dabei nehmen sie Feuchtigkeit auf und geben gleichzeitig Aroma an die Flüssigkeit ab, die anschließend direkt in den Brotteig einfließt. Wer keinen Alkohol möchte, ersetzt den Rum einfach 1:1 durch Apfelsaft.

Roggen-Weizen-Teig statt Kuchenteig

Kletzenbrot ist ein echtes Hefebrot, kein Rührkuchen: Der Teig aus Roggen- und Weizenmehl wird mit den aufgefangenen Einweichflüssigkeiten verknetet, bevor die abgetropften Früchte und Walnüsse untergehoben werden. Nach einer Gehzeit von 60-90 Minuten wandert der geformte Laib bei 180°C für 55-60 Minuten in den Ofen.

Am besten ein paar Tage reifen lassen

Frisch aus dem Ofen schmeckt Kletzenbrot bereits gut, richtig saftig wird es aber erst nach 2-3 Tagen Ruhezeit in Backpapier oder einem Tuch eingewickelt. Dank der vielen Trockenfrüchte hält es sich anschließend gekühlt gut 2-3 Wochen - ideal, um es rechtzeitig vor dem Advent vorzubereiten.

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Rezept

Zubereitungszeit
30 Min
Kochzeit
1 Std
Gesamtzeit
9 Std 30 Min
Portionen
14 Scheiben

Zutaten

  • 150 g getrocknete Birnen (Kletzen), grob gehackt
  • 100 g Backpflaumen, entsteint und gehackt
  • 100 g getrocknete Feigen, gehackt
  • 100 g Rosinen
  • 100 ml Rum (oder Apfelsaft für die alkoholfreie Variante)
  • 2 EL Agavendicksaft
  • 300 g Roggenmehl
  • 150 g Weizenmehl
  • 7 g Trockenhefe
  • 1 TL Salz
  • 1 TL gemahlener Zimt
  • 1/2 TL gemahlene Nelken
  • 1/2 TL gemahlener Anis
  • 150 g Walnüsse, grob gehackt
  • Lauwarmes Wasser nach Bedarf

Zubereitung

  1. Birnen, Backpflaumen, Feigen und Rosinen grob hacken, mit Rum und Agavendicksaft vermischen und mit lauwarmem Wasser gerade bedecken. Zugedeckt mindestens 8 Stunden oder über Nacht bei Zimmertemperatur einweichen.
  2. Früchte durch ein Sieb abgießen, die Einweichflüssigkeit dabei auffangen.
  3. Roggenmehl, Weizenmehl, Trockenhefe, Salz, Zimt, Nelken und Anis in einer großen Schüssel mischen. Die aufgefangene Einweichflüssigkeit einarbeiten und bei Bedarf etwas lauwarmes Wasser zugeben, bis ein fester, formbarer Teig entsteht. 5 Minuten kneten.
  4. Abgetropfte Früchte und Walnüsse unterkneten, bis sie gleichmäßig im Teig verteilt sind.
  5. Teig zu einem länglichen Laib formen, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und zugedeckt an einem warmen Ort 60-90 Minuten gehen lassen, bis er sichtbar aufgegangen ist.
  6. Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Laib mehrmals schräg einschneiden und 55-60 Minuten backen, bis er beim Klopfen auf die Unterseite hohl klingt.
  7. Vollständig auf einem Gitter auskühlen lassen, in Backpapier oder ein Tuch einwickeln und mindestens 2-3 Tage ruhen lassen, bevor angeschnitten wird - so wird das Kletzenbrot saftiger.

Häufige Fragen

Was genau ist Kletzenbrot?
Kletzen ist das österreichische Wort für getrocknete Birnen. Kletzenbrot ist ein traditionelles Früchtebrot aus der Adventzeit, das mit getrockneten Birnen, weiteren Trockenfrüchten, Nüssen und Gewürzen wie Zimt, Nelken und Anis gebacken wird.
Ist klassisches Kletzenbrot schon von Natur aus vegan?
Die traditionelle Rezeptur kommt meist ohne Ei oder Milchprodukte aus - der Teig besteht im Kern aus Mehl, Hefe, Trockenfrüchten und Gewürzen. Einzig Honig taucht in manchen Varianten auf; dieses Rezept ersetzt ihn durch Agavendicksaft für eine klar vegane Version.
Kann ich das Kletzenbrot ohne Alkohol backen?
Ja, der Rum lässt sich 1:1 durch Apfelsaft ersetzen. Das Ergebnis wird etwas milder im Geschmack, die Textur bleibt gleich saftig.
Wie lange hält sich Kletzenbrot?
Gut in Backpapier oder ein Tuch eingewickelt und kühl gelagert bleibt es dank der Trockenfrüchte 2-3 Wochen saftig. Für längere Lagerung lässt es sich auch in Scheiben portioniert einfrieren.
Warum muss der Teig über Nacht ruhen?
Das lange Einweichen macht die Trockenfrüchte wieder saftig und gibt ihnen Zeit, Aroma an die Flüssigkeit abzugeben, die anschließend direkt in den Teig einfließt. Ohne diesen Schritt bliebe das Brot trocken und die Früchte zäh.