Veganes Feldsalat-Pesto
Feldsalat ist von Herbst bis Frühling die verlässlichste heimische Salatpflanze - und wird roh zu einem milden, nussigen Pesto verarbeitet, das in 10 Minuten ohne Herd fertig ist.
Rohes Pesto statt gedünsteter Blätter
Anders als Mangold oder Rübenblätter braucht Feldsalat keine Hitze: Seine zarten Blätter werden roh püriert und bleiben dabei angenehm mild, nie bitter. Geröstete Walnüsse und Hefeflocken übernehmen die würzige, käseartige Basis, ganz ohne tierische Zutaten.
Wichtig ist die Reinigung vorab: Feldsalat wächst dicht am Boden, oft auf sandigen Beeten. Mehrfaches Waschen in wechselndem Wasser hilft gegen Sandreste in den kleinen Blattrosetten.
Welche Variationen lohnen sich?
- Mit Pinienkernen statt Walnüssen: milder und cremiger, klassischer im Geschmack.
- Mit Zitronenschale: fein abgeriebene Bio-Schale intensiviert die Frische zusätzlich.
- Als Dip statt Pasta-Sauce: mit 1-2 EL pflanzlichem Joghurt verrührt.
Feldsalat hat in Österreich von Oktober bis März Saison und zählt zu den nährstoffreichsten Wintersalaten - ein guter Grund, ihn nicht nur roh im Salat, sondern auch als Pesto zu verwenden.
Rezept
Zutaten
- 100 g Feldsalat, gewaschen und trockengeschleudert
- 2 Knoblauchzehen
- 40 g Walnüsse
- 2 EL Hefeflocken
- 100 ml Olivenöl, aufgeteilt
- 1 EL Zitronensaft, frisch gepresst
- 1/2 TL Salz
- Pfeffer nach Geschmack
Zubereitung
- Feldsalat in mehreren Wassern gründlich waschen, da er dicht am Boden wächst und oft Sand in den Blattrosetten sitzt. Anschließend trockenschleudern.
- Walnüsse in einer trockenen Pfanne 2-3 Minuten rösten, bis sie duften, dann grob hacken.
- Geröstete Walnüsse mit Hefeflocken in einen Blitzhacker oder Mixer geben und kurz zerkleinern, bis eine krümelige Masse entsteht.
- Feldsalat, Knoblauch, Zitronensaft und die Hälfte des Olivenöls zugeben und pürieren.
- Restliches Olivenöl in dünnem Strahl einlaufen lassen, bis eine cremige, leicht grobkörnige Paste entsteht.
- Mit Salz und Pfeffer abschmecken und in ein sauberes Schraubglas füllen.
Häufige Fragen
- Wie lange hält sich veganes Feldsalat-Pesto im Kühlschrank?
- Gut verschlossen und mit einer dünnen Ölschicht bedeckt hält sich das Pesto etwa 3-4 Tage im Kühlschrank. Da Feldsalat roh verarbeitet wird, ist es etwas empfindlicher als gekochte Pesto-Varianten und sollte zügig aufgebraucht werden.
- Warum muss Feldsalat besonders gründlich gewaschen werden?
- Feldsalat wächst dicht am Boden, oft auf sandigen Beeten, und die kleinen Blattrosetten fangen leicht Erde und Sand ein. Mehrfaches Waschen in wechselndem Wasser und gutes Abtropfen sind deshalb wichtig, bevor er roh püriert wird.
- Welche Nüsse passen als Alternative zu Walnüssen?
- Pinienkerne oder Cashewkerne ergeben ein milderes, cremigeres Pesto. Beide lassen sich ebenfalls kurz ohne Fett anrösten, das verstärkt das Aroma zusätzlich.
- Kann ich das Pesto einfrieren?
- Ja, portioniert in einem Eiswürfelbehälter lässt sich das Pesto bis zu drei Monate einfrieren. So taut immer nur die benötigte Menge auf.
- Wozu passt Feldsalat-Pesto am besten?
- Klassisch zu Pasta, aber auch als Brotaufstrich, Dip zu Gemüsesticks oder als Topping für Ofenkartoffeln. Für einen milderen Dip lässt es sich zusätzlich mit 1-2 EL pflanzlichem Joghurt verrühren.