Veganes Bulgogi: Koreanisches BBQ mit Pilzen und Tofu

Bulgogi bedeutet wörtlich "Feuer-Fleisch" und ist eines der beliebtesten Gerichte der koreanischen Küche. Diese vegane Version mit karamellisierten Pilzen und knusprig gebratenem Tofu steht dem Original in nichts nach. Die süß-würzige Marinade aus Birne, Sojasauce und Gochujang sorgt für den typischen umami-reichen Geschmack.

Warum Pilze und Tofu perfekt für Bulgogi sind

Austernpilze und Kräuterseitlinge haben eine herrlich fleischige Textur, die Marinaden wunderbar aufnimmt. In Kombination mit knusprig gebratenem Tofu entsteht ein proteinreiches Gericht mit interessantem Texturspiel. Die koreanische Kochtechnik des scharfen Anbratens sorgt für karamellisierte Röstaromen.

Die Marinade macht den Unterschied

Das Geheimnis eines guten Bulgogi liegt in der Marinade. Die geriebene Birne (oder alternativ Apfel) macht die Textur zart und fügt natürliche Süße hinzu. Gochujang, die fermentierte koreanische Chilipaste, bringt komplexe Würze mit leichter Schärfe. Zusammen mit Sesamöl, Sojasauce und frischem Ingwer entsteht ein unwiderstehliches Aroma.

Tipps für das perfekte Ergebnis

Nicht zu viel rühren: Lass Tofu und Pilze in der Pfanne ruhen, damit sie richtig karamellisieren können. Ständiges Rühren verhindert die gewünschte Bräunung.

Hohe Hitze verwenden: Bulgogi wird traditionell auf heißen Grillplatten zubereitet. Eine gut vorgeheizte Pfanne oder ein Wok sind ideal für zu Hause.

Tofu gut pressen: Überschüssiges Wasser verhindert knusprige Ergebnisse. Nimm dir die Zeit, den Tofu ordentlich abzutrocknen.

Variationen

Extra knusprig: Tofu vor dem Marinieren in Speisestärke wenden für eine noch knusprigere Kruste.

Mit mehr Gemüse: Paprika, Zwiebeln oder Zucchini passen hervorragend dazu und machen das Gericht noch bunter.

Milder: Gochujang reduzieren oder ganz weglassen für eine familienfreundliche Version.

Glutenfrei: Tamari statt Sojasauce verwenden und auf glutenfreies Gochujang achten.

Serviervorschläge

Bulgogi schmeckt am besten auf dampfendem Reis. Dazu passen Kimchi, eingelegtes Gemüse (Banchan) und frische Salatblätter zum Einwickeln. Auch in einem Bibimbap macht sich das Bulgogi hervorragend als Topping.

Rezept

Zubereitungszeit
15 Min
Kochzeit
15 Min
Gesamtzeit
30 Min
Portionen
4 Portionen

Zutaten

  • 400g fester Tofu
  • 300g gemischte Pilze (Austernpilze, Kräuterseitlinge, Champignons)
  • 1 kleine Birne oder Apfel, gerieben
  • 4 EL Sojasauce
  • 2 EL Ahornsirup oder Reissirup
  • 1 EL Gochujang (koreanische Chilipaste)
  • 2 EL Sesamöl
  • 4 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 2 cm Ingwer, fein gerieben
  • 1 EL Reisessig
  • 4 Frühlingszwiebeln
  • 2 EL neutrales Öl zum Braten
  • 1 EL Sesamsamen zum Servieren

Zubereitung

  1. Tofu in ein sauberes Küchentuch wickeln und 10 Minuten beschweren, um überschüssige Flüssigkeit zu entfernen. Dann in 1 cm dicke Scheiben schneiden.
  2. Pilze putzen und in mundgerechte Stücke schneiden. Austernpilze längs in Streifen reißen für eine fleischige Textur.
  3. Für die Marinade: Geriebene Birne, Sojasauce, Ahornsirup, Gochujang, Sesamöl, Knoblauch, Ingwer und Reisessig in einer Schüssel verrühren.
  4. Tofu und Pilze in die Marinade geben und mindestens 15 Minuten ziehen lassen. Für intensiveren Geschmack bis zu 2 Stunden marinieren.
  5. Eine große Pfanne oder einen Wok bei hoher Hitze erhitzen. Das neutrale Öl hinzufügen.
  6. Tofu aus der Marinade nehmen (Marinade aufbewahren!) und in die Pfanne geben. 3-4 Minuten pro Seite goldbraun und leicht knusprig braten. Herausnehmen und beiseite stellen.
  7. Pilze in dieselbe Pfanne geben und 4-5 Minuten anbraten, ohne zu viel zu rühren. So entwickeln sie eine schöne Karamellisierung.
  8. Tofu zurück in die Pfanne geben, die restliche Marinade darüber gießen und alles 2-3 Minuten köcheln lassen, bis die Sauce leicht eindickt und glasig wird.
  9. Mit dem weißen Teil der Frühlingszwiebeln vermengen. Auf Reis servieren, mit Sesamsamen und dem grünen Teil der Frühlingszwiebeln garnieren.