Veganer Topfenkuchen: Cremig-saftig wie bei Oma
Der Topfenkuchen ist ein österreichischer Klassiker, der auf keiner Kaffeetafel fehlen darf. Diese vegane Version steht dem Original in nichts nach - cremig, saftig und mit dem typisch leicht säuerlichen Geschmack, der diesen Kuchen so unwiderstehlich macht.
Das Geheimnis: Die richtige Kombination
Die Kunst eines guten veganen Topfenkuchens liegt in der Kombination aus Seidentofu und Sojajoghurt. Der Seidentofu sorgt für die samtige Textur, während der Joghurt die charakteristische Säure beisteuert, die Topfenkuchen von einem gewöhnlichen Käsekuchen unterscheidet.
Tipps für perfekten Topfenkuchen
Seidentofu richtig abtropfen: Überschüssiges Wasser macht den Kuchen wässrig. Tupfe den Tofu gründlich mit Küchenpapier ab, bevor du ihn in den Mixer gibst.
Nicht überbacken: Der Kuchen sollte in der Mitte noch leicht wackeln, wenn du ihn aus dem Ofen nimmst. Er setzt sich beim Abkühlen und wird fester.
Langsam abkühlen: Temperaturschocks führen zu Rissen. Lass den Kuchen erst im Ofen, dann bei Zimmertemperatur und schließlich im Kühlschrank abkühlen.
Ruhezeit einplanen: Der Kuchen braucht mindestens 4 Stunden im Kühlschrank, damit sich die Aromen voll entfalten können und die Konsistenz perfekt wird.
Variationen
Mit Gries: Für eine rustikalere Variante 2 EL Grieß unter die Füllung mischen - typisch für manche Regionen Österreichs.
Topfenkuchen vom Blech: Die doppelte Menge Teig und Füllung auf ein Backblech geben und Topfenschnitten backen.
Mit Früchten: Vor dem Backen frische Heidelbeeren oder Kirschen auf die Füllung geben.
Streusel-Variante: Aus 100g Mehl, 50g Zucker und 60g veganer Butter Streusel herstellen und vor dem Backen auf den Kuchen verteilen.
Aufbewahrung
Im Kühlschrank hält sich der Topfenkuchen 4-5 Tage. Gut abgedeckt lässt er sich auch einfrieren - vor dem Servieren über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen.
Serviere den Kuchen gekühlt mit einem Klecks veganer Schlagsahne und frischen Beeren - so schmeckt Österreich!
Rezept
Zutaten
- **Für den Mürbteigboden:**
- 200g Mehl (Type 480)
- 80g Puderzucker
- 100g kalte vegane Butter
- 1 Prise Salz
- 1 EL kaltes Wasser
- **Für die Topfenfüllung:**
- 400g Seidentofu (abgetropft)
- 200g veganer Naturjoghurt (Sojajoghurt)
- 150g Zucker
- 3 EL Speisestärke
- 1 Zitrone (Saft und Abrieb)
- 1 TL Vanilleextrakt
- 1 Prise Salz
- **Optional:**
- 50g Rosinen
- Puderzucker zum Bestäuben
Zubereitung
- Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Springform (26 cm) leicht einfetten.
- Für den Mürbteig: Mehl, Puderzucker und Salz vermengen. Kalte Butter in kleinen Stücken dazugeben und mit den Fingerspitzen zu einer krümeligen Masse verarbeiten. Kaltes Wasser hinzufügen und schnell zu einem glatten Teig kneten.
- Den Teig zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie ausrollen und in die Form legen. Einen etwa 3 cm hohen Rand formen. Den Boden mehrfach mit einer Gabel einstechen.
- Für die Füllung: Seidentofu gut abtropfen lassen (überschüssiges Wasser mit Küchenpapier entfernen - das ist wichtig für die Konsistenz!).
- Seidentofu, Sojajoghurt, Zucker, Speisestärke, Zitronensaft, Zitronenabrieb, Vanilleextrakt und Salz in einen Mixer geben. Auf höchster Stufe pürieren, bis eine seidig-glatte Masse entsteht.
- Optional: Rosinen unter die Masse heben.
- Die Füllung auf den Teigboden gießen und gleichmäßig verteilen. Die Oberfläche mit einem Löffelrücken glatt streichen.
- Im vorgeheizten Backofen 50-55 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist und die Mitte beim leichten Schütteln noch minimal wackelt.
- Den Kuchen im ausgeschalteten Ofen bei leicht geöffneter Tür etwa 30 Minuten auskühlen lassen (verhindert Risse!). Dann vollständig abkühlen lassen.
- Mindestens 4 Stunden, besser über Nacht, im Kühlschrank durchkühlen lassen. Vor dem Servieren mit Puderzucker bestäuben.