Veganer Sanddornkuchen
Sanddorn hat jetzt im Frühherbst Saison, und im Kuchen zeigt sich die Beere von ihrer mildesten Seite. Der Trick: Sanddornsaft statt frischer Beeren im Teig sorgt für Fruchtigkeit ohne die typische Bitterkeit.
Sanddornkuchen-Teig vegan zubereiten
Der Teig ist ein klassischer Rührkuchen: Öl statt Butter, Apfelessig als Triebmittel-Helfer für das Backpulver. 100 ml Sanddornsaft im Teig geben eine feine Säure und die charakteristische orange Farbe, ohne den Kuchen bitter zu machen.
Wichtig beim Mischen: feuchte und trockene Zutaten nur kurz verrühren, bis kein Mehl mehr sichtbar ist. Zu langes Rühren macht den Kuchen zäh statt locker.
Glasur mit Sanddornsaft und veganem Joghurt
Die Glasur bringt noch einmal konzentrierten Sanddorn-Geschmack obenauf. Staubzucker, Sanddornsaft und ein Löffel veganer Joghurt ergeben eine cremige, leicht rosa-orange Glasur, die beim Erkalten fest wird.
Wer es intensiver mag, rührt zusätzlich 1-2 EL Sanddornmark in den Teig - das konzentrierte Fruchtmark ist milder als frische Beeren, aber kräftiger im Geschmack als der Saft allein.
Serviervorschläge für den Sanddornkuchen
- Pur zum Nachmittagskaffee
- Mit einem Klecks veganer Schlagsahne
- Mit gerösteten Mandelblättchen bestreut für mehr Textur
Rezept
Zutaten
- 250 g glattes Mehl
- 1,5 TL Backpulver
- 1/4 TL Salz
- 150 g Zucker (oder Kokosblütenzucker)
- 120 ml neutrales Pflanzenöl
- 180 ml Hafermilch
- 100 ml Sanddornsaft oder Sanddornmark
- 1 TL Vanilleextrakt
- Abrieb einer Bio-Zitrone
- 1 EL Apfelessig
- 100 g Staubzucker (für die Glasur)
- 2-3 EL Sanddornsaft (für die Glasur)
- 1 EL veganer Joghurt, ungesüßt (für die Glasur, optional)
Zubereitung
- Backrohr auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen, Kastenform einfetten und mit Backpapier auslegen.
- Mehl, Backpulver und Salz in einer Schüssel vermengen.
- In einer zweiten Schüssel Öl, Hafermilch, Zucker, Sanddornsaft, Vanilleextrakt, Zitronenabrieb und Apfelessig glattrühren.
- Die feuchten Zutaten zu den trockenen geben und nur so lange verrühren, bis kein Mehl mehr sichtbar ist.
- Teig in die Form füllen, glattstreichen und 45-50 Minuten backen, bis ein Stäbchen sauber herauskommt.
- Kuchen 10 Minuten in der Form auskühlen lassen, dann auf ein Gitter stürzen und vollständig abkühlen lassen.
- Für die Glasur Staubzucker mit Sanddornsaft und veganem Joghurt glattrühren und über den ausgekühlten Kuchen träufeln.
Häufige Fragen
- Warum Sanddornsaft statt frischer Sanddornbeeren?
- Frische Sanddornbeeren sind sehr sauer und bitter, deshalb dominieren sie den Teig unangenehm. Sanddornsaft oder Sanddornmark ist milder und schon leicht gesüßt, dadurch bleibt der Kuchen ausgewogen fruchtig statt herb. Wer es intensiver mag, rührt zusätzlich 1-2 EL Sanddornmark unter den Teig.
- Wo bekomme ich Sanddornsaft oder Sanddornmark?
- Bioläden, Reformhäuser und Drogerien wie dm oder Bipa führen Sanddornsaft meist im Saft- oder Nahrungsergänzungsregal. Auch größere Supermärkte haben ihn oft in der Bio-Abteilung, ansonsten ist er online leicht erhältlich.
- Wie lange hält sich der Sanddornkuchen?
- Abgedeckt bei Zimmertemperatur hält sich der Kuchen 3-4 Tage, im Kühlschrank etwas länger. Am besten schmeckt er am ersten und zweiten Tag, wenn die Glasur noch frisch ist.
- Kann ich den Kuchen einfrieren?
- Ja, am besten ohne Glasur. In Scheiben geschnitten und einzeln verpackt hält er sich bis zu 2 Monate im Gefrierfach. Über Nacht bei Zimmertemperatur auftauen und erst dann glasieren.
- Kann ich den Zucker im Teig reduzieren?
- Ja, 120 g statt 150 g funktionieren problemlos, da der Sanddornsaft bereits etwas Süße mitbringt. Bei der Glasur sollte der Staubzucker aber bleiben, da er für die richtige Konsistenz sorgt.