Veganer Marillenfleck
Der Marillenfleck ist in österreichischen Bäckereien ein Dauerbrenner – ein breites Stück Blechkuchen mit fluffigem Hefeteig und einer dichten Schicht Marillenmarmelade, obenauf knusprige Streusel, fertig mit Staubzucker. Diese vegane Version ist in jeder Hinsicht gleichwertig: derselbe weiche, leicht süße Hefeteig, dieselbe saftige Marillendecke.
Der Vorteil von Marillenmarmelade als Belag: Du brauchst kein frisches Obst – der Fleck gelingt das ganze Jahr über. Für besonders feinen Geschmack lohnt es sich, eine hochwertige Marillenmarmelade zu wählen, idealerweise eine mit grobstückigen Fruchtstücken.
Den Hefeteig ansetzen
Mehl, Trockenhefe, Zucker, Salz und Zitronenschale in einer großen Schüssel vermischen. In der Mitte eine Mulde formen.
Warme Hafermilch (nicht heiß – ca. 38 °C), Öl und Vanilleextrakt in die Mulde gießen. Mit einem Holzlöffel von innen nach außen verrühren, bis ein grober Teig entsteht.
Auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche 8–10 Minuten kneten, bis der Teig glatt und elastisch ist. Alternativ: in der Küchenmaschine 5 Minuten auf mittlerer Stufe kneten.
Teig zu einer Kugel formen, in die bemehlte Schüssel legen, mit einem feuchten Küchentuch abdecken und an einem warmen Ort 50–60 Minuten gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat.
Streusel vorbereiten
- Während der Teig geht: Mehl, Zucker und Salz für die Streusel in einer kleinen Schüssel mischen. Öl dazugießen und mit den Fingern zu groben Streuseln verreiben. Kalt stellen.
Formen und belegen
Backblech (ca. 30 × 40 cm) mit Backpapier auslegen. Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.
Gegangenen Teig auf dem Backblech gleichmäßig ausrollen oder mit den Händen in die Form drücken – der Teig soll das Blech vollständig bedecken, ca. 1 cm dick.
Weitere 15 Minuten ruhen lassen, damit der Teig wieder leicht aufgeht.
Marillenmarmelade gleichmäßig auf dem Teig verstreichen, dabei einen 1 cm breiten Rand freilassen. Streusel gleichmäßig darüberstreuen.
Backen
Im vorgeheizten Ofen auf mittlerer Schiene 28–32 Minuten backen, bis die Streusel goldbraun sind und der Rand schön Farbe bekommen hat. Die Marmelade darf leicht blubbern.
Auf dem Blech vollständig auskühlen lassen – heiß ist die Marmelade noch flüssig.
Mit Staubzucker bestreuen und in Rechtecke schneiden.
Tipps
Marmelade wählen: Je hochwertiger die Marillenmarmelade, desto besser schmeckt der Fleck. Eine mit 50 % Fruchtanteil oder mehr bringt mehr Aroma.
Frische Marillen (saisonal): Von Ende Juni bis August lassen sich die halbierten, entkernten Marillen direkt auf die Marmeladen-Schicht legen – dann brauchst du etwas weniger Marmelade (150 g reichen).
Aufbewahren: Luftdicht verpackt bei Zimmertemperatur 2–3 Tage haltbar. Der Teig bleibt weich durch das Öl im Teig.
Einfrieren: In Stücke schneiden, einzeln einfrieren. Bei Zimmertemperatur auftauen oder kurz im Ofen bei 150 °C aufwärmen.
Rezept
Zutaten
- 400 g Weizenmehl (oder Dinkelmehl Type 630)
- 7 g Trockenhefe (1 Päckchen)
- 50 g Zucker
- 1 TL Salz
- 200 ml warme Hafermilch
- 60 ml neutrales Pflanzenöl (z. B. Sonnenblumenöl)
- 1 TL Vanilleextrakt
- 1 TL abgeriebene Bio-Zitronenschale
- 250 g Marillenmarmelade
- 80 g Weizenmehl (für die Streusel)
- 50 g Zucker (für die Streusel)
- 40 ml neutrales Pflanzenöl (für die Streusel)
- 1 Prise Salz (für die Streusel)
- Staubzucker zum Bestreuen