Veganer Heidensterz

Heidensterz ist eines der urigsten Gerichte der Steiermark und Kärntens: geröstete Buchweizengrütze, die nach dem Kochen in der Pfanne knusprig zerbröckelt wird. Diese vegane Version kommt ganz ohne Grammeln oder Schmalz aus und bleibt trotzdem herrlich nussig-krümelig.

Buchweizen ist dabei von Natur aus glutenfrei und steckt laut aktuellen Studien mit 13,2 g Protein pro 100 g deutlich mehr Eiweiß als weißer Reis - der Sterz ist also mehr als nur ein rustikales Beilagengericht. Entscheidend für die richtige Textur ist das Rösten der rohen Grütze vor dem Kochen: Erst dadurch entfaltet sich das nussige Aroma, das den Heidensterz von einem gewöhnlichen Buchweizen-Porridge unterscheidet.

Serviert wird er traditionell herzhaft zu Sauerkraut oder einer Schwammerlsuppe, genauso gut funktioniert aber auch die süße Variante mit Preiselbeermarmelade oder Mohn und etwas Zucker. Wichtig ist nur, dass die Grütze nach dem Köcheln kurz ausdampfen darf, bevor sie in die heiße Pfanne kommt - so wird sie beim Braten wirklich krümelig statt matschig.

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Rezept

Zubereitungszeit
10 Min
Kochzeit
25 Min
Gesamtzeit
35 Min
Portionen
4 Portionen

Zutaten

  • 250 g Buchweizengrütze (Heidenkorn)
  • 400 ml Wasser
  • 1/2 TL Salz
  • 3 EL vegane Butter oder neutrales Pflanzenöl
  • Etwas Muskatnuss, frisch gerieben

Zubereitung

  1. Buchweizengrütze in einer trockenen, beschichteten Pfanne bei mittlerer Hitze 4-5 Minuten rösten, dabei öfter wenden, bis sie deutlich nussig duftet und leicht dunkler wird.
  2. Wasser mit dem Salz in einem Topf aufkochen, die geröstete Grütze einrühren, Hitze reduzieren und zugedeckt 12-15 Minuten köcheln lassen, bis die Flüssigkeit vollständig aufgesogen ist.
  3. Topf vom Herd nehmen, Deckel abnehmen und die Grütze 5 Minuten ausdampfen lassen, damit sie nicht klebrig wird.
  4. In einer großen Pfanne die vegane Butter erhitzen, die gekochte Grütze mit einer Gabel grob zerdrücken und in die Pfanne geben.
  5. Bei mittlerer bis hoher Hitze 8-10 Minuten braten, dabei immer wieder mit der Gabel auflockern und wenden, bis der Sterz goldbraun, trocken und krümelig ist.
  6. Mit Salz und etwas Muskatnuss abschmecken und sofort heiß servieren.

Häufige Fragen

Welche Beilagen passen zu Heidensterz?
Klassisch wird Heidensterz mit Sauerkraut oder einer Schwammerlsuppe serviert - das Säuerliche bzw. die Pilzbrühe gleicht die trockene, krümelige Textur gut aus. Als süße Variante passt er auch mit Preiselbeermarmelade oder Mohn und etwas Zucker.
Kann ich Heidensterz auch ohne vegane Butter zubereiten?
Ja, neutrales Pflanzenöl funktioniert genauso gut. Vegane Butter bringt allerdings mehr vom traditionellen Röstaroma, das sonst von Schmalz oder Grammeln kommt - wer das nicht braucht, kann bedenkenlos zu Öl greifen.
Wie lange ist Heidensterz haltbar und kann ich ihn aufwärmen?
Im Kühlschrank hält er sich abgedeckt 2 Tage. Zum Aufwärmen am besten nochmal kurz in der Pfanne mit etwas Fett anbraten, damit er wieder knusprig wird - aus der Mikrowelle wird er schnell weich und klebrig.
Ist Heidensterz glutenfrei?
Ja, Buchweizen ist trotz des Namens kein Getreide, sondern ein Pseudogetreide ohne Gluten. Achte bei Zöliakie trotzdem auf eine entsprechend zertifizierte Grütze, da manche Mühlen Buchweizen auf denselben Anlagen wie Weizen verarbeiten.
Was ist der Unterschied zwischen Heidensterz und Erdäpfelsterz?
Heidensterz besteht aus gerösteter Buchweizengrütze, Erdäpfelsterz dagegen aus zerdrückten, in der Pfanne gebratenen Kartoffeln. Beide werden nach demselben Prinzip - kochen, zerbröckeln, knusprig braten - zubereitet, schmecken aber grundlegend verschieden.