Veganer Bärlauch-Aufstrich
Frischer Bärlauch gehört zum österreichischen Frühling wie kaum ein anderes Kraut. Sein kräftiges Aroma macht aus einem simplen Aufstrich etwas Besonderes – und dieser cremige Bärlauch-Aufstrich auf Cashew-Basis ist in nur 10 Minuten fertig.
Was macht diesen Aufstrich besonders?
Die Basis aus eingeweichten Cashews und weißen Bohnen sorgt für eine samtig-cremige Textur, ohne dass Öl in großen Mengen nötig wäre. Die Bohnen lockern die Masse auf und geben dem Aufstrich eine angenehme, nicht zu schwere Konsistenz. Frische Bärlauchblätter bringen das typische, leicht scharfe Frühlingsaroma – intensiver als normale Zwiebeln, mit einer eleganten Knoblauchnote.
Hefeflocken runden den Geschmack mit einer leichten Würze ab und machen den Aufstrich auch ohne Käse richtig vollmundig.
Wann gibt es Bärlauch?
Bärlauch hat in Österreich und Deutschland eine kurze Saison: Er wächst etwa von März bis Mai in schattigen Laub- und Mischwäldern, oft entlang von Bachläufen. Wer selbst sammelt, achtet unbedingt darauf, Bärlauch sicher von Maiglöckchen und Herbstzeitlose zu unterscheiden – beide sind giftig. Ein einfaches Merkmal: Bärlauch riecht deutlich nach Knoblauch, Maiglöckchen nicht. Mehr dazu im Artikel Bärlauch, Maiglöckchen & Herbstzeitlose: So erkennst du den Unterschied.
Im gut sortierten Supermarkt und auf Bauernmärkten ist frischer Bärlauch während der Saison häufig erhältlich.
Tipps für den perfekten Aufstrich
Cashews gut einweichen: Je länger die Cashews eingeweicht sind, desto cremiger wird der Aufstrich. Über Nacht ist ideal – wer wenig Zeit hat, lässt sie mindestens 2 Stunden in heißem Wasser quellen.
Konsistenz anpassen: Wer einen festeren Aufstrich für Brötchen möchte, gibt weniger Wasser dazu. Für einen dünneren Dip einfach mehr Wasser untermischen.
Bärlauch frisch verwenden: Frischer Bärlauch hat das intensivste Aroma. Tiefgefrorener Bärlauch funktioniert auch, aber das Ergebnis ist milder.
Variationen: Wer es schärfer mag, gibt eine Messerspitze Cayennepfeffer dazu. Ein Hauch Muskatnuss verleiht dem Aufstrich eine besonders österreichische Note.
Aufbewahrung
Im Kühlschrank hält sich der Aufstrich in einem gut verschlossenen Glas 3–4 Tage. Durch den Zitronensaft bleibt die leuchtend grüne Farbe erhalten. Nicht einfrieren – die Textur leidet darunter.
Womit passt der Bärlauch-Aufstrich?
Dieser Aufstrich ist auf frischem Sauerteigbrot ein Genuss, aber auch auf Knäckebrot, Crackern oder als Dip zu Rohkost wunderbar. Er eignet sich perfekt für eine vegane Jause oder als schnelles Mittagessen mit Brot und Gemüse.
Wer die Bärlauch-Saison noch weiter auskosten möchte, findet auf VeganBlatt weitere Ideen: Veganer Bärlauch-Guide oder die herzhaften Veganen Bärlauch-Knödel.
Rezept
Zutaten
- 100g Cashews (über Nacht eingeweicht oder 2 Stunden in heißem Wasser)
- 50g weiße Bohnen (aus der Dose, abgespült)
- 1 kleiner Bund frischer Bärlauch (ca. 30g)
- 2 EL Zitronensaft (frisch gepresst)
- 1 EL Olivenöl
- 1 EL Hefeflocken
- ½ TL Salz
- frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
- 1–2 EL Wasser (zum Anpassen der Konsistenz)
Zubereitung
- Die eingeweichten Cashews abgießen und gründlich abspülen.
- Den Bärlauch waschen, trocken tupfen und grob zerkleinern.
- Cashews, weiße Bohnen, Bärlauch, Zitronensaft, Olivenöl und Hefeflocken in einen Hochleistungsmixer oder Zerkleinerer geben.
- Alles cremig mixen. Nach Bedarf 1–2 EL Wasser dazugeben, bis die gewünschte Streichkonsistenz erreicht ist.
- Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- In ein sauberes Schraubglas füllen und gekühlt aufbewahren.