Vegane Süßkartoffel-Gnocchi
Vegane Süßkartoffel-Gnocchi sind fluffige, leicht süßliche Teigklößchen, die sich ganz ohne Ei mit nur drei Grundzutaten herstellen lassen. Die natürliche Cremigkeit der Süßkartoffel macht den typischen Ei-Binder überflüssig - das Ergebnis sind zarte, aromatische Gnocchi, die in einer nussbraunen Salbei-Butter mit Walnüssen perfekt aufgehen.
Warum gelingen vegane Süßkartoffel-Gnocchi so einfach?
Der Schlüssel liegt in der Zubereitung der Süßkartoffeln. Wer die Süßkartoffeln im Ofen backt statt kocht, erhält ein deutlich trockeneres Püree - und trockenes Püree braucht weniger Mehl. Das macht die Gnocchi leichter und luftiger. Außerdem bringt die Süßkartoffel von Natur aus eine bindende Stärke mit, die das Ei ersetzt. Ein einfacher Trick: Die fertig gebackenen Süßkartoffeln noch kurz im ausgeschalteten Ofen stehen lassen, damit noch mehr Dampf entweicht.
Die Salbei-Nussbutter aus veganer Butter, frischem Salbei, Knoblauch und Walnüssen gibt den Gnocchi einen intensiven, herzhaften Charakter, der wunderbar mit der natürlichen Süße der Süßkartoffel kontrastiert.
Wie backt man die Süßkartoffeln richtig?
Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Süßkartoffeln mit einer Gabel mehrfach einstechen und auf einem Backblech mit Backpapier legen. Etwa 45-55 Minuten backen, bis sie innen vollständig weich sind - ein Messer sollte ohne Widerstand einstechen lassen. Im ausgeschalteten Ofen noch 10 Minuten ruhen lassen, dann etwas abkühlen und die Schale abziehen.
Die weiche Masse mit einem Kartoffelstampfer oder einer Gabel auf einer großen sauberen Arbeitsfläche zerdrücken und etwas ausbreiten, damit sie schneller abkühlt und der Dampf entweichen kann.
Wie formt man den Gnocchi-Teig?
Sobald das Püree abgekühlt (aber noch leicht warm) ist, 1 TL Salz, eine Prise Muskat und 1 TL Olivenöl einarbeiten. Das Mehl schrittweise dazugeben - mit 150 g beginnen und langsam mehr einarbeiten, bis ein weicher Teig entsteht, der sich formen lässt aber noch leicht an den Händen klebt.
Den Teig in 4 gleiche Portionen teilen. Jede Portion auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einer langen Rolle von etwa 2 cm Durchmesser formen. Mit einem Messer in Stücke von je 2 cm schneiden. Optional können die Stücke mit einer Gabel leicht eingedrückt werden, damit die Sauce besser haftet.
Die fertig geformten Gnocchi auf ein bemehltes Backpapier legen und nicht übereinanderstapeln.
Wie kocht und serviert man die Süßkartoffel-Gnocchi?
Einen großen Topf mit reichlich Salzwasser zum Kochen bringen. Die Gnocchi in Portionen einlegen - nicht zu viele auf einmal, damit das Wasser nicht abkühlt. Nach etwa 2-3 Minuten steigen die Gnocchi an die Oberfläche. Noch 30 Sekunden warten, dann mit einem Schaumlöffel herausheben.
Parallel dazu in einer großen Pfanne die vegane Butter bei mittlerer Hitze erhitzen. Wenn die Butter zu schäumen beginnt, Salbeiblätter und Knoblauchscheiben hinzugeben. Etwa 2-3 Minuten bräunen lassen, bis die Butter nussig duftet und die Salbeiblätter leicht knusprig werden. Walnüsse dazugeben und 1 Minute mitrösten.
Die frisch gekochten Gnocchi direkt in die Pfanne geben, kurz durchschwenken und mit einem Spritzer Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. Sofort servieren - optional mit Hefeflocken oder veganem Parmesan bestreuen.
Welche Variationen sind möglich?
Vegane Süßkartoffel-Gnocchi sind sehr vielseitig. Wer es cremiger mag, kann die Salbei-Butter durch eine Spinat-Kokos-Sauce ersetzen: einfach Kokosmilch mit frischem Spinat und etwas Zitronensaft aufkochen. Für eine frühlingshaftere Variante passen auch frischer Bärlauch und Pinienkerne hervorragend.
Wer glutenfrei kochen möchte, kann das Weizenmehl durch eine Mischung aus 120 g Reismehl und 60 g Tapiokastärke ersetzen - die Gnocchi werden etwas kompakter, aber genauso lecker.
Die ungekochten Gnocchi lassen sich auch wunderbar auf einem Backblech einfrieren und dann in der Tüte bis zu 3 Monate aufbewahren - so hat man immer schnelle Vorräte für spontane Abendessen.
Rezept
Zutaten
- 700g Süßkartoffeln (ca. 2 mittelgroße)
- 200-250g Weizenmehl Type 405 (oder Dinkelmehl)
- 1 TL Salz
- 1 Prise frisch geriebene Muskatnuss
- 1 TL Olivenöl
- Mehl zum Bestäuben
- Für die Salbei-Nussbutter:
- 70g vegane Butter
- 10 frische Salbeiblätter
- 2 Knoblauchzehen (dünn gescheibelt)
- 40g Walnusskerne (grob gehackt)
- 1 Spritzer Zitronensaft
- Salz und schwarzer Pfeffer nach Geschmack
- veganer Parmesan oder Hefeflocken zum Servieren (optional)
Häufige Fragen
- Wie macht man vegane Süßkartoffel-Gnocchi?
- Vegane Süßkartoffel-Gnocchi werden aus Süßkartoffelpüree und Mehl hergestellt - ganz ohne Ei. Die Süßkartoffeln werden im Ofen gebacken oder gedämpft, dann zerdrückt und mit Mehl, Salz und einer Prise Muskat zu einem weichen Teig verknetet. Daraus werden kleine Gnocchi geformt und in kochendem Salzwasser etwa 2-3 Minuten gegart, bis sie an die Oberfläche steigen.
- Welches Mehl eignet sich am besten für Süßkartoffel-Gnocchi?
- Für vegane Süßkartoffel-Gnocchi eignet sich Weizenmehl Type 405 oder Dinkelmehl Type 630 am besten. Wer glutenfrei backen möchte, kann eine Mischung aus Reismehl und Tapiokastärke verwenden. Wichtig ist, nur so viel Mehl einzuarbeiten, wie nötig - zu viel Mehl macht die Gnocchi schwer und fest.
- Warum werden Gnocchi weich und kleben aneinander?
- Gnocchi werden weich und kleben, wenn die Kartoffelmasse zu feucht ist oder zu viel Mehl eingearbeitet wurde. Die Süßkartoffeln sollten gut ausgedämpft und trocken sein - am besten im Ofen backen statt kochen, damit überschüssige Feuchtigkeit entweicht. Nach dem Formen die Gnocchi auf einem bemehlten Brett oder Backpapier legen und nicht übereinanderstapeln.
- Kann man vegane Süßkartoffel-Gnocchi einfrieren?
- Ja, vegane Süßkartoffel-Gnocchi lassen sich sehr gut einfrieren. Am besten die ungekochten Gnocchi auf einem Blech einzeln einfrieren und anschließend in einen Gefrierbeutel umfüllen. So halten sie bis zu 3 Monate. Direkt aus dem Gefrierfach ins kochende Salzwasser geben - einfach 1-2 Minuten länger garen, bis sie oben schwimmen.
- Was passt gut zu veganen Süßkartoffel-Gnocchi?
- Vegane Süßkartoffel-Gnocchi schmecken hervorragend mit einer einfachen Salbei-Nussbutter aus veganer Butter, frischem Salbei und Walnüssen. Auch eine cremige Spimat-Tomatensoße, Bärlauch-Pesto oder eine leichte Gemüsebrühe mit Kräutern passen sehr gut. Die natürliche Süße der Gnocchi harmoniert besonders gut mit herzhaften, würzigen Saucen.
- Wie erkennt man, wann Gnocchi fertig gegart sind?
- Gnocchi sind fertig gegart, sobald sie an die Oberfläche des kochenden Salzwassers steigen. Das dauert in der Regel 2-3 Minuten. Danach noch etwa 30 Sekunden im Wasser lassen, dann mit einem Schaumlöffel herausnehmen und sofort in die Pfanne mit der Sauce geben. Nicht zu lange im Wasser lassen, sonst werden die Gnocchi matschig.
- Wie viel Mehl braucht man für Süßkartoffel-Gnocchi?
- Die Mehlmenge hängt vom Wassergehalt der Süßkartoffeln ab und variiert zwischen 150 und 250 g pro 500 g Süßkartoffelpüree. Am besten das Mehl schrittweise einarbeiten, bis ein weicher, leicht klebriger Teig entsteht, der sich gerade noch formen lässt. Weniger Mehl bedeutet luftigere, weichere Gnocchi.