Vegane Sauce Hollandaise
Spargelsaison bedeutet: Sauce Hollandaise auf dem Tisch! Diese vegane Version ist so cremig und aromatisch, dass sie auf Anhieb begeistert - und das Beste daran: Sie ist in nur 15 Minuten fertig.
Was macht diese vegane Sauce Hollandaise so besonders?
Das Herzstück des Rezepts sind eingeweichte Cashewkerne. Sie geben der Sauce eine unglaublich samtige Textur und eine natürliche Reichhaltigkeit, die perfekt zur Frühlingsküche passt. Die besondere Zutat ist Kala Namak - ein indisches Schwarzsalz, das dem Ganzen einen warmen, runden Geschmack verleiht, wie man ihn von klassischer Hollandaise kennt.
Kurkuma sorgt für die typisch goldgelbe Farbe, und frischer Zitronensaft zusammen mit Weißweinessig bringt die nötige Frische. Das Ergebnis: Eine Sauce, die genauso üppig und befriedigend schmeckt, wie man es erwartet - nur komplett pflanzlich.
Welche Zutaten brauche ich für vegane Hollandaise?
Die Basis bilden rohe Cashewkerne, die mindestens 4 Stunden eingeweicht werden. Für den Geschmack sorgen Zitronensaft, Weißweinessig, Dijon-Senf und Hefeflocken. Das Geheimnis für Tiefe: Kala Namak statt normalem Salz. Die Sauce gelingt auch ohne teures Equipment - ein einfacher Standmixer reicht aus, wenn die Cashews gut eingeweicht sind.
Tipp: Cashews am Abend vorher einweichen, dann ist die Sauce am nächsten Mittag in Minuten fertig.
Wie serviere ich die vegane Hollandaise am besten?
Die Sauce kommt frisch vom Herd auf den Tisch - sie ist warm am cremigsten. Klassisch passt sie zu weißem Spargel mit Salzkartoffeln und einer Prise frisch gemahlenem Pfeffer. Wer grünen Spargel bevorzugt, bekommt mit dieser Sauce ebenfalls ein Highlight.
Für ein vollständiges Frühlingsgericht: Spargel je nach Art 10-15 Minuten in gesalzenem Wasser kochen, dazu Salzkartoffeln und großzügig vegane Hollandaise darüber geben.
Variationen:
- Kräuter-Hollandaise: Frischen Estragon oder Schnittlauch einrühren
- Zitronen-Hollandaise: Zitronenschale zusätzlich einreiben
- Senfhollandaise: Menge des Dijon-Senfs verdoppeln
Wie lange dauert die Zubereitung?
Die aktive Kochzeit beträgt nur 15 Minuten - plus die Einweichzeit der Cashews, die du passiv gestalten kannst (einfach über Nacht stehen lassen). Wer keine Zeit zum Einweichen hat, kann in einem Hochleistungsmixer auch uneingeweichte Cashews verwenden - dann einfach etwas mehr heißes Wasser dazugeben.
Rezept
Zutaten
- 150g rohe Cashewkerne (4-6 Stunden oder über Nacht eingeweicht)
- 120ml heißes Wasser
- 3 EL Zitronensaft (frisch gepresst)
- 1 EL Weißweinessig
- 1 TL Dijon-Senf
- 2 TL Hefeflocken
- 1/4 TL Kurkuma
- 1/4 TL Kala Namak (schwarzes Salz) - verleiht den typischen Geschmack
- 1 Prise Cayennepfeffer
- Salz und weißer Pfeffer nach Geschmack
- 2 EL vegane Butter (optional, für mehr Cremigkeit)
Zubereitung
- Eingeweichte Cashewkerne gründlich abspülen und abtropfen lassen.
- Alle Zutaten - Cashewkerne, heißes Wasser, Zitronensaft, Weißweinessig, Dijon-Senf, Hefeflocken, Kurkuma, Kala Namak und Cayennepfeffer - in einen Hochleistungsmixer geben.
- Alles 2-3 Minuten auf höchster Stufe mixen, bis eine vollkommen glatte, sämige Sauce entsteht. Bei Bedarf noch etwas Wasser hinzufügen.
- Die Sauce in einen kleinen Topf umfüllen und bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren 3-4 Minuten erwärmen, bis sie leicht andickt.
- Vegane Butter einrühren, bis sie vollständig geschmolzen und eingearbeitet ist (optional).
- Mit Salz, weißem Pfeffer und Zitronensaft abschmecken. Die Sauce zieht beim Abkühlen noch etwas an - für eine flüssigere Konsistenz einfach einen Schuss heißes Wasser unterrühren.
- Sofort servieren - am besten zu weißem oder grünem Spargel mit Salzkartoffeln.
Häufige Fragen
- Was ist Kala Namak und wo bekomme ich es?
- Kala Namak ist ein indisches Schwarzsalz mit einem leicht schwefelig-eigelb-artigen Geschmack. Es ist das Geheimnis dieser Sauce - es gibt ihr den charakteristischen, warmen Tiefgang. Du findest es in Reformhäusern, Bioläden oder online. Als Ersatz funktioniert normales Meersalz, der Geschmack wird aber milder.
- Kann ich die Sauce ohne Einweichen der Cashews zubereiten?
- Ja, wenn du einen starken Hochleistungsmixer hast (z.B. Vitamix oder Blendtec), kannst du die Cashews direkt ohne Einweichen verarbeiten - ersetze das eingeweichte Wasser dann durch 160ml heißes Wasser. Mit einem normalen Stabmixer oder Mixer empfehlen wir das Einweichen unbedingt, sonst bleibt die Sauce körnig.
- Wie lange ist die vegane Sauce Hollandaise haltbar?
- Im Kühlschrank hält sie sich in einem verschlossenen Behälter 3-4 Tage. Beim Aufwärmen einfach bei niedriger Hitze unter Rühren erwärmen und bei Bedarf etwas Wasser dazugeben, da sie im Kühlschrank etwas dicker wird. Einfrieren ist nicht empfehlenswert, da sich die Konsistenz verändert.
- Zu welchen Gerichten passt die vegane Hollandaise?
- Die klassische Kombination ist natürlich Spargel - weißer wie grüner. Sie schmeckt aber auch hervorragend zu gebackenem Gemüse, über Bratkartoffeln, als Dip zu Artischocken oder zu veganem Eggs Benedict mit Tofu-Spiegeleiern. Im Frühling und Sommer ist sie ein vielseitiger Begleiter für viele Gemüsegerichte.
- Kann ich Seidentofu statt Cashews verwenden?
- Ja, das ist eine nussfreie Alternative. Verwende 200g Seidentofu und 60ml Pflanzenmilch anstelle der Cashews und des Wassers. Die Sauce wird etwas leichter und weniger reichhaltig, aber ebenfalls sehr cremig. Alle anderen Zutaten bleiben gleich. Diese Variante ist auch kalorienärmer und in 5 Minuten ohne Einweichen fertig.
- Warum wird meine Sauce nicht cremig?
- Das liegt meistens daran, dass die Cashews nicht lange genug eingeweicht wurden oder der Mixer nicht stark genug ist. Lösung: Cashews 8-12 Stunden einweichen und nach dem Mixen durch ein feines Sieb streichen. Auch zu wenig Flüssigkeit kann dazu führen - löffelweise heißes Wasser dazugeben und weiter mixen.
- Kann ich die Sauce glutenfrei zubereiten?
- Dieses Rezept ist bereits von Natur aus glutenfrei - alle Zutaten (Cashews, Zitronensaft, Weißweinessig, Senf, Hefeflocken, Kurkuma) enthalten kein Gluten. Achte nur darauf, zertifiziert glutenfreie Hefeflocken zu kaufen, falls du stark auf Gluten reagierst.
- Wie bekomme ich die typisch gelbe Farbe?
- Das Kurkuma (1/4 TL) sorgt für die appetitlich goldgelbe Farbe. Nimm nicht zu viel davon - ab 1/2 TL schmeckt man den Kurkuma deutlich heraus, was nicht immer erwünscht ist. Die Hefeflocken geben zusätzlich eine leicht goldene Tönung und runden den Geschmack mit einer angenehmen Würze ab.