Vegane Ramen - Japanische Nudelsuppe für die Seele
Vegane Ramen gelingt mit der richtigen Miso-Brühe als Mittags- oder Abendessen in rund 50 Minuten. Miso ist eine fermentierte Sojabohnenpaste aus Japan mit intensivem Umami-Geschmack: Shiro Miso (weiß) ist mild und süßlich - ideal für Einsteiger. Aka Miso (rot) schmeckt kräftiger und salziger. Beides gibt es im Asia-Laden oder im Kühlregal gut sortierter Supermärkte.
Das Geheimnis der perfekten Miso-Brühe
Miso niemals kochen - die Hitze macht die Paste bitter. Immer erst am Ende einrühren, wenn die Brühe nicht mehr sprudelnd kocht. Für noch mehr Tiefe: einen Streifen Kombu-Alge mitkochen, getrocknete Shiitake vorab 20 Minuten einweichen oder 1 EL Tahini zum Schluss einrühren - das ergibt eine samtige, vollmundige Basis. Wer mag, kann die Brühe am Vortag kochen und kalt stellen: Sie ist dann noch intensiver und eignet sich perfekt fürs Meal Prep.
Welche Toppings passen zu veganer Ramen?
Das Schöne an Ramen ist die freie Topping-Wahl: Frühlingszwiebeln, Nori-Streifen und Sesam gehören immer dazu. Als Protein passt gut marinierter, gebratener Tofu, Edamame oder Tempeh. Beim Gemüse funktionieren Pak Choi, Spinat, Shiitake- oder Austernpilze, Mais und Bambussprossen. Für Schärfe etwas Chiliöl oder Sriracha - in Japan ist lautes Schlürfen übrigens nicht nur erlaubt, sondern Ehrensache.
Wer Ramen mag, liebt auch die Vegane Erdnuss-Ramen mit cremiger Erdnusssauce oder die klassische Vegane Miso-Suppe als leichter Einstieg. Mehr herzhafte Suppenlösungen für jede Saison gibt es im Vegane Suppen Guide. Für noch mehr asiatisch inspirierte Mittagessen lohnt sich auch ein Blick auf Veganes Bibimbap.
Rezept
Zutaten
- 200g Ramen-Nudeln (oder Spaghetti als Notlösung)
- 1 Liter Gemüsebrühe
- 3 EL weiße Miso-Paste (Shiro Miso)
- 2 EL Sojasauce
- 1 EL Sesamöl
- 1 TL frisch geriebener Ingwer
- 2 Knoblauchzehen (fein gehackt)
- 200g fester Tofu
- 2 Pak Choi oder 100g Spinat
- 100g Shiitake-Pilze (oder Champignons)
- 2 Frühlingszwiebeln
- 1 Blatt Nori-Alge
- Optional: Mais, Bambussprossen, Sojasprossen, Chiliöl
Zubereitung
- Tofu vorbereiten: In Würfel schneiden, mit etwas Sojasauce marinieren und in einer Pfanne mit Öl von allen Seiten goldbraun anbraten. Beiseitestellen.
- Pilze vorbereiten: Shiitake in Scheiben schneiden und in derselben Pfanne kurz anbraten.
- Brühe kochen: Gemüsebrühe in einem großen Topf erhitzen. Knoblauch und Ingwer dazugeben und 5 Minuten köcheln lassen.
- Miso einrühren: Miso-Paste in einer kleinen Schüssel mit etwas heißer Brühe glatt rühren, dann zurück in den Topf geben. NICHT mehr kochen lassen!
- Sojasauce und Sesamöl zur Brühe geben und abschmecken.
- Ramen-Nudeln nach Packungsanleitung in einem separaten Topf kochen, abgießen und auf zwei große Schüsseln verteilen.
- Pak Choi halbieren und in der heißen Brühe 1-2 Minuten blanchieren (oder Spinat nur kurz dazugeben).
- Die heiße Brühe über die Nudeln gießen.
- Mit Tofu, Pilzen, Pak Choi, Frühlingszwiebeln und Nori-Streifen garnieren.
- Nach Belieben mit Chiliöl, Sesam oder Sojasprossen toppen. Sofort genießen!
Häufige Fragen
- Wo bekomme ich Ramen-Nudeln in Österreich?
- Echte Ramen-Nudeln gibt es in jedem Asia-Laden sowie bei Interspar, Billa Plus und dm im Asia-Regal. Online-Shops wie Ramenbox.at oder Amazon AT führen viele Sorten. Im Notfall funktionieren dünne Spaghetti (Spaghettini), aber der Unterschied zu echten Ramen-Nudeln ist deutlich spürbar - es lohnt sich, diese zu besorgen.
- Kann ich vegane Ramen vorbereiten oder einfrieren?
- Die Brühe lässt sich wunderbar vorbereiten und hält sich 4 Tage im Kühlschrank oder bis zu 3 Monate im Gefrierfach. Tofu und Gemüse am besten frisch zubereiten. Nudeln nicht einfrieren - sie werden weich und matschig. Für Meal Prep: Brühe separat einfrieren, Nudeln erst kurz vor dem Essen kochen.
- Wie mache ich vegane Ramen glutenfrei?
- Ersetze Ramen-Nudeln durch Reismei-Nudeln oder Glasnudeln (beides 100 % glutenfrei). Anstelle von Sojasauce Tamari verwenden - Tamari ist die glutenfreie Alternative und im Reformhaus oder Bio-Supermarkt erhältlich. Miso-Paste unbedingt auf glutenfrei prüfen, da manche Sorten Gerste enthalten.