Vegane Quiche Lorraine: Der französische Klassiker

Die Quiche Lorraine ist ein Klassiker der französischen Küche, der ursprünglich aus dem Elsass und Lothringen stammt. Diese vegane Version steht dem Original in nichts nach: Eine buttrige Mürbeteigkruste gefüllt mit einer cremigen, leicht "eierigen" Füllung und herzhaften Räuchertofu-Lardons.

Das Geheimnis der perfekten veganen Quiche

Der Trick für eine authentische vegane Quiche liegt in der Kombination aus Seidentofu und Kala Namak (Schwarzsalz). Der Seidentofu liefert die cremige Textur, während das Schwarzsalz einen dezent schwefeligen, an Ei erinnernden Geschmack erzeugt. Die Hefeflocken sorgen für eine leicht käsige Note.

Warum Räuchertofu für die Lardons?

In der klassischen Quiche Lorraine werden Speck oder Lardons verwendet. Räuchertofu ist die perfekte vegane Variante: Das Räucheraroma bringt die typische herzhafte Note, und beim Anbraten wird er wunderbar knusprig. Mit einem Schuss Sojasauce karamellisiert er leicht und bekommt diese unwiderstehliche Umami-Tiefe.

Tipps für den perfekten Mürbeteig

Du kannst fertigen veganen Mürbeteig verwenden oder ihn selbst machen: Dafür 200g Mehl, 100g kalte vegane Butter, 1 Prise Salz und 2-3 EL eiskaltes Wasser zu einem Teig verarbeiten. 30 Minuten kalt stellen vor dem Ausrollen.

Variationen

Serviervorschläge

Vegane Quiche Lorraine schmeckt warm, lauwarm oder kalt gleichermaßen köstlich. Sie eignet sich perfekt für:

Aufbewahrung

Im Kühlschrank hält sich die Quiche abgedeckt 3-4 Tage. Zum Aufwärmen bei 160°C für 10-15 Minuten in den Backofen geben. Nicht in der Mikrowelle aufwärmen, da der Teig sonst weich wird.

Rezept

Zubereitungszeit
25 Min
Kochzeit
40 Min
Gesamtzeit
65 Min
Portionen
8 Stücke

Zutaten

  • 1 veganer Mürbeteig (ca. 270g, fertig oder selbstgemacht)
  • 200g Räuchertofu
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 EL Sojasauce
  • 400g Seidentofu
  • 100ml pflanzliche Sahne (Hafer oder Soja)
  • 3 EL Hefeflocken
  • 2 EL Speisestärke
  • 1/2 TL Kala Namak (Schwarzsalz)
  • 1/4 TL Muskatnuss, frisch gerieben
  • 1/2 TL Salz
  • 1/4 TL schwarzer Pfeffer
  • 1 mittelgroße Zwiebel, fein gewürfelt
  • Optional: 50g veganer Streukäse

Zubereitung

  1. Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Quiche- oder Tarteform (26-28cm) leicht einfetten.
  2. Den Mürbeteig in die Form legen und am Rand hochdrücken. Den Boden mehrfach mit einer Gabel einstechen. Für 10 Minuten blind backen (mit Backpapier und getrockneten Hülsenfrüchten beschweren).
  3. Räuchertofu in kleine Würfel schneiden (Lardon-Größe, ca. 1cm). In einer Pfanne das Olivenöl erhitzen und den Räuchertofu bei mittlerer bis hoher Hitze 5-7 Minuten goldbraun anbraten. Die Sojasauce hinzugeben und weitere 1-2 Minuten braten, bis die Würfel knusprig sind. Beiseitestellen.
  4. In derselben Pfanne die Zwiebelwürfel bei mittlerer Hitze 3-4 Minuten glasig dünsten.
  5. Für die Füllung: Seidentofu, pflanzliche Sahne, Hefeflocken, Speisestärke, Kala Namak, Muskatnuss, Salz und Pfeffer in einem Mixer oder mit dem Pürierstab glatt pürieren.
  6. Die gebratenen Räuchertofu-Lardons und Zwiebeln auf dem vorgebackenen Teigboden verteilen. Die Tofu-Creme gleichmäßig darüber gießen. Optional mit veganem Streukäse bestreuen.
  7. Im vorgeheizten Backofen 35-40 Minuten backen, bis die Oberfläche goldbraun ist und die Füllung fest wird. In den letzten 5 Minuten kann man die Oberhitze erhöhen für extra Bräunung.
  8. Die Quiche 10 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann aus der Form lösen. Warm oder bei Zimmertemperatur servieren.