Vegane Printen

Printen sind flache, würzige Gewürzstücke mit Zuckerrübensirup und knackigen Kandisstückchen, ein Klassiker der Adventszeit. Im Teig steckt weder Ei noch Butter, deshalb sind sie von Natur aus pflanzlich.

Teig mit Zuckerrübensirup ansetzen

Das Herzstück ist 250 g Zuckerrübensirup, den du mit braunem Zucker kurz erwärmst. Mit 300 g Mehl, Lebkuchengewürz, Anis und den zerstoßenen Kandisstückchen entsteht ein fester Teig. Das Hirschhornsalz sorgt später für die typische knusprige Struktur.

Teig 24 Stunden ruhen lassen

Lass den Teig 24 Stunden an einem kühlen Ort ruhen, nicht im Kühlschrank. In dieser Zeit ziehen die Gewürze durch und der Teig lässt sich später gleichmäßig ausrollen.

Ausrollen, bestreichen und backen

Rolle den Teig 5 mm dick aus und schneide Rechtecke von etwa 4 x 10 cm. Ein dünner Anstrich Hafermilch gibt einen sanften Glanz. Bei 180°C sind die Printen nach 10-12 Minuten fertig.

Printen in der Dose reifen lassen

Frisch gebacken sind Printen hart. Nach 2-3 Tagen in der Blechdose, mit einem Apfelstück als Feuchtigkeitsspender, werden sie mürber und das Gewürzaroma rundet sich ab.

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Rezept

Zubereitungszeit
30 Min
Kochzeit
12 Min
Gesamtzeit
24 Std 42 Min
Portionen
ca. 20 Stück

Zutaten

  • 300 g Weizenmehl (Type 480 oder 700)
  • 250 g Zuckerrübensirup
  • 50 g brauner Zucker
  • 75 g brauner Kandiszucker, grob zerstoßen
  • 2 TL Lebkuchengewürz
  • 0,25 TL gemahlener Anis
  • 1 Prise Salz
  • 0,5 TL Hirschhornsalz, in 2 EL Wasser aufgelöst (alternativ 1 TL Natron)
  • 40 g Orangeat, fein gehackt (optional)
  • Hafermilch zum Bestreichen

Zubereitung

  1. Zuckerrübensirup, braunen Zucker und 3 EL Wasser in einem Topf bei niedriger Hitze erwärmen, bis sich der Zucker gelöst hat. Lauwarm abkühlen lassen.
  2. Mehl, Kandiszucker, Lebkuchengewürz, Anis, Salz und Orangeat in einer Schüssel mischen. Sirup und das aufgelöste Hirschhornsalz dazugeben und zu einem festen, glatten Teig kneten.
  3. Den Teig abdecken und 24 Stunden an einem kühlen Ort ruhen lassen, am besten im ungeheizten Raum und nicht im Kühlschrank.
  4. Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen und zwei Bleche mit Backpapier auslegen.
  5. Den Teig auf bemehlter Fläche 5 mm dick ausrollen und in Rechtecke von etwa 4 x 10 cm schneiden. Mit Abstand auf die Bleche legen.
  6. Die Printen dünn mit Hafermilch bestreichen und 10-12 Minuten backen, bis sie leicht gebräunt sind.
  7. Auf einem Gitter auskühlen lassen und in einer Blechdose lagern. Nach 2-3 Tagen sind sie am aromatischsten.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Printen und Lebkuchen?
Printen sind flache, feste Gewürzstücke mit Zuckerrübensirup und Kandisstückchen, die beim Backen knackig werden. Lebkuchen sind meist weicher, runder und enthalten oft Nüsse. Der Teig der Printen ruht dafür deutlich länger.
Wo bekomme ich Zuckerrübensirup in Österreich?
Du findest ihn im Backregal großer Supermärkte, im Bioladen und bei Online-Händlern für Backzutaten. Er wird auch Rübenkraut oder Rübensirup genannt und ist dunkel, zähflüssig und leicht herb im Geschmack.
Was kann ich anstelle von Hirschhornsalz nehmen?
Verwende 1 TL Natron, gelöst in 2 EL Wasser. Der Teig geht damit etwas weniger auf und der Geschmack wird neutraler. Hirschhornsalz ist rein synthetisch hergestellt und damit vegan, es gibt dem Gebäck die typische Knusprigkeit.
Wie werden Printen weich?
Lege ein Stück Apfel oder eine Scheibe frisches Brot in die Dose und lass sie 2-3 Tage geschlossen stehen. Die Feuchtigkeit zieht ins Gebäck, die Printen werden mürber und das Aroma rundet sich ab. Tausche das Apfelstück danach aus.
Wie lange halten sich vegane Printen?
In einer verschlossenen Blechdose an einem kühlen, dunklen Ort bleiben sie etwa 4 Wochen frisch. Sie eignen sich deshalb gut zum Vorbacken im Oktober oder November.