Vegane Pommes - Einfaches Rezept

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Selbstgemachte vegane Pommes aus Backofen oder Airfryer sind unschlagbar - und mit dem richtigen Trick werden sie genauso knusprig wie aus der Friteuse, aber ohne literweise Fett.

Warum werden vegane Pommes im Backofen so knusprig?

Das Geheimnis liegt im Einweichen: 30 Minuten in kaltem Wasser entziehen den Kartoffelstiften die überschüssige Oberflächenstärke. Diese Stärke würde beim Backen Feuchtigkeit festhalten - die Pommes blieben weich und klebrig. Nach dem Einweichen ist gründliches Trockentupfen Pflicht: Feuchte Stifte dampfen im Ofen statt zu rösten. Diese zwei Schritte machen den größten Unterschied.

Zweiter wichtiger Punkt: die Schicht auf dem Blech. Niemals übereinanderlegen, niemals zu eng. Nur eine einzige Schicht mit etwas Abstand - dann zirkuliert die Hitze um jeden Stift und macht ihn knusprig. Besser auf zwei Bleche verteilen als zu viele auf eines zu quetschen.

Wie macht man vegane Pommes im Airfryer?

Der Airfryer ist eine fantastische Option für knusprige vegane Pommes - schneller als der Backofen, weniger Öl, oft noch knuspriger. Kartoffeln wie gewohnt schneiden und 30 Minuten einweichen, dann gründlich trocknen und mit Öl und Gewürzen mischen.

Im Airfryer bei 200 Grad 15-20 Minuten garen, nach 10 Minuten einmal wenden. Das Ergebnis ist oft sogar knuspriger als aus dem Backofen, weil der Airfryer mit intensiver Heißluft von allen Seiten arbeitet. Außerdem reicht im Airfryer noch weniger Öl - 1-2 EL genügen für 500 g Kartoffeln.

Tipp: Nicht zu viele Pommes auf einmal in den Airfryer geben. Lieber zwei Runden machen, als alles auf einmal hineinzustopfen.

Welche Kartoffelsorten eignen sich am besten?

Mehlige Sorten wie Agria oder Bintje haben den höchsten Stärkegehalt und werden innen schön fluffig - das klassische Pommes-Ergebnis. Festkochende Sorten funktionieren zwar auch, werden aber bissiger und weniger "pommes-artig". In Österreich ist Agria im Herbst und Winter in jedem Supermarkt erhältlich.

Wie kann man vegane Pommes würzen?

Das Grundrezept mit Salz und Paprika ist der Klassiker - aber es gibt viele Möglichkeiten:

Welche Dips passen zu veganen Pommes?

Selbstgemachte vegane Aioli ist der perfekte Begleiter - cremig, knoblauchig, einfach zubereitet. Veganes Tzatziki mit Gurke und Dill gibt eine frische Note. Und wer es klassisch mag: vegane Mayonnaise aus dem eigenen Kühlschrank.

Für einen knusprigen Snack-Abend passen dazu auch vegane Blumenkohl Wings - beides zusammen macht eine perfekte Platte.

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Rezept

Zubereitungszeit
15 Min
Kochzeit
35 Min
Gesamtzeit
50 Min
Portionen
4 Portionen

Zutaten

  • 1 kg mehlige Kartoffeln (z.B. Agria)
  • 3 EL Sonnenblumenöl oder Rapsöl
  • 1 TL Salz
  • 1/2 TL Paprikapulver edelsüß
  • 1/4 TL Knoblauchpulver (optional)

Zubereitung

  1. Die Kartoffeln schälen und in gleichmäßige Stifte schneiden (ca. 1 cm dick). Je gleichmäßiger, desto besser werden sie gleichzeitig fertig.
  2. Die Kartoffelstifte in eine große Schüssel mit kaltem Wasser geben und 30 Minuten einweichen. Das entfernt überschüssige Stärke und macht die Pommes knuspriger.
  3. Den Backofen auf 220°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
  4. Die Kartoffelstifte gut abtropfen lassen und mit einem sauberen Geschirrtuch gründlich trockentupfen.
  5. In einer großen Schüssel die Kartoffeln mit Öl, Salz, Paprikapulver und optional Knoblauchpulver vermengen, bis alle Stifte gleichmäßig bedeckt sind.
  6. Die Pommes in einer einzigen Schicht auf dem Backblech verteilen. Wichtig: Nicht stapeln, sonst werden sie nicht knusprig!
  7. Im vorgeheizten Ofen 30-35 Minuten backen. Nach der Hälfte der Zeit einmal wenden.
  8. Die Pommes sind fertig, wenn sie goldbraun und knusprig sind. Sofort servieren mit veganem Ketchup oder Mayonnaise.

Häufige Fragen

Welche Kartoffeln eignen sich für vegane Pommes?
Mehlige Kartoffeln wie Agria, Russet oder Bintje funktionieren am besten - sie haben einen höheren Stärkegehalt und werden innen schön fluffig. Festkochende Sorten eignen sich zwar auch, werden aber weniger knusprig. In Österreich ist Agria die ideale Wahl, erhältlich in jedem Supermarkt.
Warum soll man Pommes vor dem Backen einweichen?
Das 30-minütige Einweichen in kaltem Wasser entzieht den Kartoffelstiften überschüssige Stärke an der Oberfläche. Diese Stärke würde beim Backen feucht bleiben und die Pommes klebrig machen. Nach dem Einweichen unbedingt gründlich trockentupfen - feuchte Pommes dampfen statt zu backen.
Wie macht man vegane Pommes im Airfryer?
Kartoffel wie gewohnt schneiden und einweichen, dann trockentupfen und würzen. Im Airfryer bei 200 Grad 15-20 Minuten garen, nach 10 Minuten einmal wenden. Das Ergebnis ist oft knuspriger als im Backofen, weil der Airfryer von allen Seiten mit Heißluft bläst. Es braucht deutlich weniger Öl als im Ofen.
Warum werden meine Pommes aus dem Backofen nicht knusprig?
Das häufigste Problem: Die Pommes liegen zu eng oder gar übereinander. Immer nur eine einzige Schicht auf dem Blech verwenden - überfüllte Bleche führen zu Dampf statt Rösten. Außerdem müssen die Stifte vor dem Würzen absolut trocken sein. Zu wenig Öl macht sie ebenfalls weich - 3 EL für 1 kg Kartoffeln ist das Minimum.
Welche Dips passen zu veganen Pommes?
Klassisch passt vegane Mayonnaise oder veganer Ketchup. Besonders beliebt ist selbstgemachte vegane Aioli mit Knoblauch. Veganes Tzatziki mit Gurke und Dill gibt eine frische Note. Für etwas Schärfe eignet sich Sriracha oder selbstgemachte Chipotle-Sauce.
Kann man vegane Pommes einfrieren?
Ja! Fertig gebackene Pommes auf einem Blech erst vorgefrieren (1-2 Stunden), dann in Gefrierbeutel füllen. Haltbarkeit: ca. 2 Monate. Zum Aufwärmen direkt aus dem Gefrierfach in den Ofen bei 220 Grad (ca. 10-15 Minuten) oder in den Airfryer bei 200 Grad (8-10 Minuten). Nicht antauen lassen!
Wie viel Kalorien haben vegane Pommes aus dem Backofen?
Eine Portion selbstgemachte Backofen-Pommes (ca. 250 g, 1/4 von 1 kg) hat ungefähr 200-230 Kalorien. Das ist deutlich weniger als frittierte Fast-Food-Pommes (oft 350-400 Kalorien pro Portion), da nur sehr wenig Öl verwendet wird. Die genauen Werte hängen von der Kartoffelsorte und Ölmenge ab.