Vegane Onigiri

Onigiri sind Japans praktischste Reisbällchen: von Hand geformt, gefüllt und perfekt für die Lunchbox. Diese Version bekommt eine cremige Kichererbsen-"Thunfisch"-Füllung, die ganz ohne Fisch auskommt.

Sushi-Reis richtig vorbereiten

Der Reis muss vor dem Kochen gewaschen werden, bis das Wasser klar bleibt - das entfernt überschüssige Stärke von der Kornoberfläche. Danach ruht er 20 Minuten im Sieb, damit er gleichmäßig gart. Nur rundkörniger Sushi-Reis hält beim Formen zusammen, Langkornreis funktioniert hier nicht.

Kichererbsen-Füllung als Thunfisch-Ersatz

Grob zerdrückte Kichererbsen mit veganer Mayonnaise, geröstetem Sesamöl, Sojasauce und zerkrümeltem Nori ergeben eine Füllung, die texturmäßig an klassische Thunfisch-Mayo erinnert. Das Nori-Krümel bringt die typische Meeresnote, ganz ohne Fisch.

Onigiri formen: Die Dreieckstechnik

Der Reis muss auf Handwärme abkühlen, bevor er geformt wird - zu heißer Reis macht Hände und Nori sofort feucht. Mit angefeuchteten, gesalzenen Händen wird der Reis zur Kugel geformt, die Füllung mittig eingedrückt und wieder verschlossen. Die charakteristische Dreiecksform entsteht durch mehrmaliges Drehen zwischen den Handflächen - fest genug, um zu halten, aber nicht so fest, dass Reiskörner zerdrückt werden.

Nori kommt erst kurz vor dem Servieren um die Onigiri, sonst wird er durch die Feuchtigkeit des Reises weich statt knusprig.

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Rezept

Zubereitungszeit
20 Min
Kochzeit
20 Min
Gesamtzeit
50 Min
Portionen
6 Onigiri

Zutaten

  • 300 g Sushi-Reis (rundkörniger japanischer Reis)
  • 330 ml Wasser
  • 1 TL Salz (zum Anfeuchten der Hände)
  • 1 Dose Kichererbsen (400 g, abgetropft ca. 240 g)
  • 3 EL vegane Mayonnaise
  • 1 TL geröstetes Sesamöl
  • 1 TL Sojasauce
  • 1 Blatt Nori, fein zerkrümelt
  • 6 Streifen Nori zum Einwickeln
  • Optional: 1 TL Furikake-Gewürzmischung

Zubereitung

  1. Reis mehrmals in kaltem Wasser waschen, bis dieses klar bleibt, dann 20 Minuten in einem Sieb abtropfen lassen.
  2. Reis mit dem Wasser in einem Topf aufkochen, zugedeckt bei kleinster Hitze 12-13 Minuten garen, danach ohne Deckel 10 Minuten ruhen lassen.
  3. Für die Füllung Kichererbsen mit einer Gabel grob zerdrücken und mit veganer Mayonnaise, Sesamöl, Sojasauce und zerkrümeltem Nori vermengen.
  4. Reis auf Handwärme abkühlen lassen (ca. 10-15 Minuten), sonst wird der Nori beim Formen sofort weich.
  5. Hände mit Wasser befeuchten und eine Prise Salz zwischen den Handflächen verreiben.
  6. 80-100 g Reis in eine Handfläche geben, mit dem Daumen eine Mulde eindrücken, 1-2 TL Füllung hineingeben und mit Reis bedecken.
  7. Zwischen den Handflächen zu einem Dreieck formen: fest, aber nicht zu hart drücken und dabei 3-4 Mal drehen, bis die Form hält (ca. 30-45 Sekunden pro Onigiri).
  8. Kurz vor dem Servieren einen Streifen Nori um jedes Onigiri wickeln, damit er knusprig bleibt.

Häufige Fragen

Welcher Reis eignet sich für Onigiri?
Nur rundkörniger japanischer Sushi-Reis funktioniert zuverlässig, weil er beim Kochen genug Stärke freisetzt, um zusammenzuhalten. Basmati- oder anderer Langkornreis fällt beim Formen auseinander und eignet sich nicht.
Warum kommt kein Essig in den Reis wie bei Sushi?
Onigiri-Reis wird traditionell nicht mit Essig gewürzt, sondern nur mit Salz, das über die feuchten Hände auf den Reis kommt. Das unterscheidet Onigiri von Sushi-Reis, der immer mit Reisessig, Zucker und Salz angemacht wird.
Wie lange halten sich fertige Onigiri?
Am besten schmecken Onigiri frisch am selben Tag bei Zimmertemperatur. Im Kühlschrank halten sie sich zwar bis zu 24 Stunden, der Reis wird dabei aber härter - vor dem Essen kurz antauen lassen oder leicht erwärmen.
Welche anderen Füllungen passen zu veganen Onigiri?
Klassisch vegan sind eingelegte Umeboshi-Pflaumen oder in Sojasauce geschmorter Konbu (Kombu-Alge). Auch gebratener, mariniert Tofu, cremige Avocado oder fein gehacktes Kimchi im Reis funktionieren gut.
Kann ich Onigiri einfrieren?
Onigiri ohne die Kichererbsen-Füllung (also reiner Reis mit trockener Füllung wie Umeboshi) lassen sich einzeln eingewickelt einfrieren. Zum Auftauen bei Zimmertemperatur antauen lassen und kurz im Dampf erwärmen.