Vegane Okonomiyaki: Japanische Krautpfannkuchen
Okonomiyaki (お好み焼き) ist eines der beliebtesten Streetfood-Gerichte Japans. Der Name setzt sich zusammen aus "okonomi" (was du magst) und "yaki" (gegrillt) - du kannst den Pfannkuchen also nach Herzenslust variieren. Diese vegane Version aus Osaka ist knusprig-goldbraun von außen, saftig-zart von innen.
Was macht vegane Okonomiyaki so besonders?
Der Trick für die perfekte Konsistenz liegt im Seidentofu: Er ersetzt die traditionellen Eier und sorgt für einen saftigen, zusammenhängenden Teig. Das Backpulver macht die Pfannkuchen herrlich fluffig. Weißkohl ist die unverzichtbare Hauptzutat - er wird beim Braten süßlich und bleibt leicht bissfest.
Tipps für perfekte Ergebnisse
Die richtige Hitze: Mittlere Temperatur ist entscheidend. Zu heiß verbrennt der Pfannkuchen außen, bevor er innen gar ist. Zu niedrig wird er nicht knusprig.
Nicht drücken: Den Teig in der Pfanne NICHT mit dem Pfannenwender flach drücken. Das macht ihn dicht statt fluffig.
Zugedeckt braten: Der Deckel sorgt dafür, dass der Kohl im Inneren perfekt gart.
Frisch servieren: Okonomiyaki schmecken am besten direkt aus der Pfanne, solange sie noch dampfen und die Sauce darauf brutzelt.
Variationen
- Mit Pilzen: Füge 100g fein geschnittene Shiitake-Pilze zum Teig.
- Extra knusprig: Mische etwas Tempura-Teig unter für mehr Crunch.
- Hiroshima-Style: Schichte die Zutaten statt sie zu mischen und füge Yakisoba-Nudeln hinzu.
- Glutenfrei: Verwende Buchweizenmehl oder eine Mischung aus Reis- und Haferflockenmehl.
Woher bekomme ich Okonomiyaki-Sauce?
Die fertige Otafuku Okonomiyaki-Sauce aus dem Asiamarkt ist vegan und schmeckt authentisch. Alternativ funktioniert unser schnelles Rezept aus Ketchup, Sojasauce, Ahornsirup und Worcestersauce genauso gut.
Rezept
Zutaten
- **Für den Teig:**
- 200g Weißkohl, fein geschnitten
- 100g Mehl (Type 405 oder 550)
- 100ml Wasser
- 75g Seidentofu
- 2 Frühlingszwiebeln, in feine Ringe geschnitten
- 1 TL Backpulver
- 1/2 TL Salz
- **Für die Okonomiyaki-Sauce:**
- 3 EL Ketchup
- 2 EL Sojasauce
- 1 EL Ahornsirup oder Agavendicksaft
- 1 TL Worcestersauce (vegane Variante)
- **Zum Braten und Servieren:**
- 2 EL neutrales Pflanzenöl
- Vegane Mayonnaise
- Nori-Flocken (Aonori)
- Röstzwiebeln
- Eingelegter Ingwer (Beni Shoga)
Zubereitung
- Den Seidentofu in einer großen Schüssel mit einer Gabel fein zerdrücken, bis eine cremige Masse entsteht.
- Mehl, Backpulver und Salz zum Tofu geben und kurz vermischen.
- Das Wasser nach und nach einrühren, bis ein glatter, dickflüssiger Teig entsteht.
- Den fein geschnittenen Weißkohl und die Frühlingszwiebeln unterheben.
- Für die Sauce alle Zutaten (Ketchup, Sojasauce, Ahornsirup, Worcestersauce) in einer kleinen Schüssel verrühren und beiseite stellen.
- Eine beschichtete Pfanne auf mittlere Hitze erhitzen und 1 EL Öl hinzufügen.
- Die Hälfte des Teigs in die Pfanne geben und zu einem runden Pfannkuchen von etwa 15cm Durchmesser und 2cm Dicke formen.
- Den Deckel auflegen und 5-6 Minuten braten, bis die Unterseite goldbraun ist.
- Mit zwei Pfannenwendern vorsichtig umdrehen und weitere 4-5 Minuten zugedeckt braten.
- Den fertigen Okonomiyaki auf einen Teller geben und großzügig mit der Okonomiyaki-Sauce bestreichen.
- Mit veganer Mayo in Zickzack-Linien dekorieren.
- Mit Nori-Flocken, Röstzwiebeln und eingelegtem Ingwer garnieren.
- Mit dem zweiten Pfannkuchen wiederholen und sofort servieren.