Vegane Grießflammeri: Cremiger Klassiker mit Himbeersoße

Grießflammeri - dieser Name klingt nach Omas Küche und Sonntagsnachmittagen. Der cremig-zarte Grießpudding, gestürzt aus der Form und umhüllt von leuchtend roter Himbeersoße, ist ein echtes Stück österreichischer Dessert-Tradition. Und ja: Er gelingt wunderbar vegan!

Was ist Grießflammeri?

Grießflammeri (auch Griesflammeri geschrieben) ist ein klassisches österreichisches und süddeutsches Dessert. Im Gegensatz zum warmen Grießbrei wird der Flammeri kalt serviert - er wird in Förmchen gefüllt, im Kühlschrank fest und dann gestürzt. Der Name "Flammeri" leitet sich vermutlich vom französischen "flamber" ab, da traditionell Karamell verwendet wurde.

Das Besondere: Die samtig-cremige Textur, die auf der Zunge zergeht. Mit der richtigen Technik gelingt das auch komplett ohne Ei und Butter.

Tipps für perfekte vegane Grießflammeri

Das richtige Verhältnis: Die klassische Faustregel lautet etwa 80 g Grieß auf 500 ml Flüssigkeit. So wird der Flammeri fest genug zum Stürzen, aber nicht zu kompakt.

Weichweizengrieß verwenden: In Österreich und Deutschland ist Weichweizengrieß Standard für cremige Desserts. Hartweizengrieß (wie für Pasta) würde zu körnig werden.

Nicht zu lange kochen: Der Grieß quillt nach. 5-7 Minuten Kochzeit reichen völlig - der Flammeri dickt beim Abkühlen noch deutlich nach.

Förmchen vorbereiten: Das Ausspülen mit kaltem Wasser ist der Trick fürs problemlose Stürzen. Das Wasser bildet einen Schutzfilm zwischen Pudding und Form.

Geduld beim Kühlen: Mindestens 4 Stunden, idealerweise über Nacht. Dann ist der Flammeri fest genug und lässt sich elegant stürzen.

Variationen für deinen Grießflammeri

Schoko-Flammeri: 2 EL Kakaopulver zum Grieß geben und mit Vanillesoße servieren.

Mit Mandel-Aroma: Statt Vanille 1/2 TL Mandelextrakt verwenden und mit gehackten Mandeln garnieren - ergibt einen wunderbar nussigen Geschmack.

Zitronen-Flammeri: Den Zitronenabrieb verdoppeln und zusätzlich 2 EL frischen Zitronensaft zur Grießmasse geben. Passt perfekt zu Erdbeeren.

Karamell-Variante: Vor dem Einfüllen etwas veganen Karamellsirup in die Förmchen geben - beim Stürzen läuft er verführerisch über den Flammeri.

Mit Rosinen: 40 g Rosinen vorher in 2 EL Rum oder Orangensaft einweichen und unter den fertigen Grießpudding heben.

Aufbewahrung

Im Kühlschrank hält sich der Grießflammeri 2-3 Tage. Am besten in den Förmchen lassen und erst kurz vor dem Servieren stürzen. Die Himbeersoße separat aufbewahren.

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Rezept

Zubereitungszeit
15 Min
Kochzeit
15 Min
Gesamtzeit
30 Min
Portionen
4 Portionen

Zutaten

  • 500 ml Hafermilch (oder andere Pflanzenmilch)
  • 80 g Weichweizengrieß
  • 50 g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • Abrieb einer halben Zitrone
  • 2 EL Kokosöl (oder vegane Butter)
  • Für die Himbeersoße:
  • 200 g Himbeeren (frisch oder TK)
  • 2 EL Ahornsirup
  • 1 TL Zitronensaft

Zubereitung

  1. Pflanzenmilch mit Zucker, Salz und Vanilleextrakt in einem Topf aufkochen.
  2. Grieß unter ständigem Rühren einrieseln lassen und bei mittlerer Hitze 5-7 Minuten köcheln, bis die Masse eindickt.
  3. Zitronenabrieb und Kokosöl einrühren, bis alles glatt ist.
  4. 4 kleine Förmchen (150-200 ml) mit kaltem Wasser ausspülen (nicht abtrocknen!) und die heiße Grießmasse einfüllen.
  5. Oberfläche mit Frischhaltefolie direkt abdecken, um Hautbildung zu vermeiden.
  6. Mindestens 4 Stunden, besser über Nacht, im Kühlschrank fest werden lassen.
  7. Für die Soße: Himbeeren mit Ahornsirup und Zitronensaft pürieren und durch ein Sieb streichen.
  8. Zum Servieren: Förmchen kurz in heißes Wasser tauchen, auf Teller stürzen und mit Himbeersoße übergießen.