Vegane Auberginen Involtini

Auberginensaison in Österreich startet ab Juni - genau die richtige Zeit für diese süditalienische Klassiker-Variante mit knusprigen Grillstreifen und cremiger Cashew-Ricotta-Füllung. Das Gericht lässt sich komplett am Vortag vorbereiten und ist damit ideal für Gartenparty und Grillabend.

Alle Zutaten bekommst du bei Billa, Spar und Hofer: Cashews im Nuss-Regal, Hefeflocken bei dm oder im Bio-Regal, Auberginen (in Österreich oft als Melanzani bezeichnet) im Gemüseregal oder auf dem Wochenmarkt ab Juni in voller Auswahl.

Einsalzen und Grillpfanne sind die zwei entscheidenden Schritte für perfekte Involtini

Die Auberginenscheiben müssen vor dem Grillen gesalzen werden - das entzieht Feuchtigkeit und sorgt für schöne Grillstreifen statt gedünstetem Gemüse. Die Grillpfanne (oder der Außengrill) gibt dabei den typischen Rauchgeschmack, der Involtini so besonders macht.

Der Cashew-Ricotta hält beim Backen gut zusammen und wird durch die Ofenhitze leicht goldbraun. Wer keine Cashews verwenden möchte, findet in den FAQ eine Tofu-Alternative.

Welche Variationen des veganen Auberginen Involtini sind möglich?

Mit Spinat und Pinienkerne: Statt Babyspinat Mangold blanchieren und fein hacken, Pinienkerne rösten und unter die Ricotta mischen - gibt nussige Tiefe.

Mediterrane Version: Die Tomatensauce mit Oliven, Kapern und getrocknetem Oregano verfeinern.

Mit Tomaten und frischem Basilikum: Eine Scheibe Kirschtomaten-Halbierten auf die Füllung legen, bevor du rollst - gibt Frische beim Hineinbeißen.

Mehr Rezepte mit Melanzani findest du in unserem Vegane Melanzani Rezepte-Guide. Für die perfekte Gartenparty-Beilage empfehlen wir unsere veganen Grillbeilagen.

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Rezept

Zubereitungszeit
35 Min
Kochzeit
25 Min
Gesamtzeit
60 Min
Portionen
4 Portionen

Zutaten

  • 2 große Auberginen (ca. 800 g), für ca. 16-18 Scheiben
  • 1 TL Meersalz (zum Entwässern)
  • 2 EL Olivenöl (zum Grillen)
  • 100 g rohe Cashews, mind. 2 Stunden in kaltem Wasser eingeweicht
  • 3 EL Hefeflocken
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 Knoblauchzehe, gepresst
  • 10 Blätter frisches Basilikum (plus mehr zum Garnieren)
  • 1/2 TL Salz
  • 2-3 EL Wasser (zum Mixen)
  • 100 g frischer Babyspinat
  • 1 Dose gehackte Tomaten (400 g)
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt (für die Sauce)
  • 1 EL Olivenöl (für die Sauce)
  • 1/2 TL Rohrohrzucker
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack

Zubereitung

  1. Cashews abgießen und abspülen. Mit Hefeflocken, Zitronensaft, gepresster Knoblauchzehe, Basilikum, Salz und 2 EL Wasser in einem Hochleistungsmixer oder mit dem Stabmixer cremig pürieren. Bei Bedarf noch 1 EL Wasser dazugeben - die Konsistenz soll wie weicher Frischkäse sein. Beiseite stellen.
  2. Auberginen längs in ca. 5 mm dünne Scheiben schneiden. Auf einem Backblech oder einem sauberen Küchentuch ausbreiten, gleichmäßig mit Meersalz bestreuen und 20 Minuten ziehen lassen. Das Salz entwässert die Auberginen und nimmt die leichte Bitternote.
  3. Auberginenscheiben mit Küchenpapier trocken tupfen - je trockener, desto schönere Grillstreifen. Auf beiden Seiten dünn mit Olivenöl einpinseln.
  4. Eine Grillpfanne (oder den Außengrill) auf mittlere-hohe Hitze vorheizen. Auberginenscheiben in Chargen 2-3 Minuten pro Seite grillen, bis sie weich sind und deutliche Grillstreifen haben. Auf einem Teller abkühlen lassen.
  5. Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (Umluft 165 °C) vorheizen. Für die Tomatensauce fein gehackten Knoblauch in 1 EL Olivenöl in einer kleinen Pfanne 1 Minute anschwitzen, gehackte Tomaten dazugeben, mit Rohrohrzucker, Salz und Pfeffer würzen und 5 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln. In eine Auflaufform (ca. 25 x 20 cm) gießen.
  6. Jede Auberginenscheibe mit ca. 1 TL Cashew-Ricotta bestreichen - nicht zu viel, sonst lässt sie sich schlecht rollen. Einige Blätter Babyspinat auf das breitere Ende legen und die Scheibe fest einrollen.
  7. Involtini mit der Nahtseite nach unten dicht nebeneinander in die Tomatensauce setzen. Restlichen Cashew-Ricotta in kleinen Tupfern auf den Involtini verteilen.
  8. 20-25 Minuten bei 180 °C backen, bis die Sauce an den Rändern blubbert und die Involtini goldbraun sind. Mit frischen Basilikumblättern garnieren und heiß servieren.

Häufige Fragen

Muss ich die Auberginen wirklich einsalzen?
Ja - der Schritt ist entscheidend. Das Salz entzieht den Auberginenscheiben Feuchtigkeit, damit sie auf der Grillpfanne schöne Streifen bekommen statt zu dämpfen. Gleichzeitig verlieren sie dabei ihre leichte Bitternote. 20 Minuten Wartezeit sind das Minimum, 30 Minuten sind noch besser.
Welche Cashew-Alternative gibt es, wenn ich keine Nüsse verwenden möchte?
Statt Cashew-Ricotta kannst du festen Tofu (200 g, gut abgetropft) mit denselben Zutaten pürieren - Hefeflocken, Zitronensaft, Knoblauch und Basilikum. Das Ergebnis ist etwas fester und weniger cremig, hält aber beim Backen gut zusammen. Seidener Tofu ist zu weich für Involtini - lieber festen Tofu verwenden.
Kann ich Auberginen Involtini am Vortag vorbereiten?
Ja, perfekt für Gäste. Du kannst die Involtini fertig zusammenrollen und in der Auflaufform mit Tomatensauce abgedeckt im Kühlschrank aufbewahren. Direkt aus dem Kühlschrank in den vorgeheizten Backofen - die Backzeit verlängert sich um ca. 5-8 Minuten auf 25-30 Minuten.