Vögel füttern im Winter: Veganes Vogelfutter

27.1.2026

Du liebst es, im Winter die Vögel am Balkon oder im Garten zu beobachten? Dann hast du vielleicht schon Meisenknödel aufgehängt. Was viele nicht wissen: Fast alle gekauften Meisenknödel enthalten Rindertalg oder Schweineschmalz als Bindemittel. Für uns VeganerInnen ein No-Go.

Die gute Nachricht: Laut Plantura ist Kokosfett eine gute pflanzliche Alternative, die Vögel gut vertragen. Du kannst sie problemlos rein pflanzlich füttern.

Warum herkömmliche Meisenknödel nicht vegan sind

Meisenknödel bestehen aus Körnern und Fett. Das Fett dient als Bindemittel und liefert den Vögeln wichtige Energie für kalte Nächte. Bei kommerziellen Produkten handelt es sich laut Outdoorando fast ausnahmslos um tierisches Fett – meist Rindertalg.

Problem: Kein bekannter Hersteller bietet fertige Meisenknödel ohne Tierfett an. Wer vegan leben möchte, muss selbst aktiv werden.

Pflanzliche Alternativen zu Rindertalg

Pflanzliches Fett Schmelzpunkt Eignung
Kokosfett ~27°C Ideal für Winter
Palmfett ~35°C Stabiler, aber ökologisch bedenklich
Kakaobutter ~34°C Teuer, aber funktioniert

Unser Tipp: Kokosfett aus dem Bio-Laden ist die beste Wahl. Es hat die richtige Konsistenz und ist in jedem Supermarkt erhältlich. Wichtig: Nur im Winter verwenden, da es bei Wärme schmilzt!

Alternative ohne Fett: Melasse – der zähe Sirup aus der Zuckerrohrproduktion eignet sich ebenfalls als Bindemittel und liefert zusätzliche Nährstoffe.

Rezept: Vegane Meisenknödel selbst machen

Zutaten

Zubereitung

  1. Kokosfett bei niedriger Hitze schmelzen (nicht kochen!)
  2. Vom Herd nehmen und Körnermischung unterrühren
  3. In Förmchen füllen (z.B. alte Joghurtbecher, Muffinformen)
  4. Schnur oder Ast zum Aufhängen einarbeiten
  5. Im Kühlschrank fest werden lassen (ca. 2 Stunden)
  6. Aus der Form lösen und aufhängen

Tipp: Ohne Plastiknetz aufhängen! Vögel können sich in den Netzen verfangen und verletzen. Besser: Direkt auf einen Ast stecken oder in spezielle Futterspender geben.

Infographic: Vögel füttern im Winter: Veganes Vogelfutter

Welche Vögel fressen was?

Vogelart Bevorzugtes Futter
Meisen Sonnenblumenkerne, Erdnüsse, Fettfutter
Rotkehlchen Haferflocken, Rosinen, Äpfel
Amseln Obst, Beeren, Haferflocken
Finken Sonnenblumenkerne, Hanfsamen
Spatzen Hirse, kleine Samen

Veganes Streufutter kaufen

Reines Körnerfutter ohne Fettanteil ist automatisch vegan:

Diese Zutaten findest du im Supermarkt, Bioladen oder online. Achte darauf, dass keine tierischen Zusätze wie Insektenmehl enthalten sind.

Wann und wie füttern?

Warum Vögel füttern zum veganen Lifestyle passt

Als VeganerIn geht es uns um das Wohl aller Tiere – nicht nur der Nutztiere. Wildvögel im Winter zu unterstützen ist gelebte Tierliebe. Und mit pflanzlichem Futter bleibst du deinen Werten treu.

Bonus: Vogelbeobachtung ist nachweislich gut für die mentale Gesundheit und verbindet uns mit der Natur – ganz im Sinne eines achtsamen, nachhaltigen Lebensstils.

Was sagt die Wissenschaft?

Laut NABU zeigen Studien, dass gefütterte Vögel weniger Stresssymptome haben und ein schnelleres Federwachstum aufweisen. Professor Berthold bestätigt in seinem Buch "Vögel füttern – aber richtig", dass artgerechte Winterfütterung den Tieren ausschließlich nützt.

Wichtig zu wissen: Die Wildvogelhilfe betont, dass das Fett bei 10°C komplett aushärten muss. Zu weiches Fett kann ins Gefieder gelangen und die Vögel beim Fliegen behindern. Kokosfett mit seinem Schmelzpunkt von 27°C ist daher nur für den Winter geeignet.


Fazit: Veganes Vogelfutter herzustellen ist einfach, günstig und macht Spaß. Mit Kokosfett statt Rindertalg fütterst du die gefiederten Freunde genauso nahrhaft – nur eben ohne Tierleid. Denn als VeganerIn geht es uns um das Wohl aller Tiere.