Vegane Proteinquellen: Lupine, Seitan, Tempeh und Jackfruit

16.1.2026

Pflanzliche Proteinquellen sind längst keine Nischenprodukte mehr. Aktuelle Forschung aus 2025 zeigt, dass traditionelle pflanzliche Proteinnahrungsmittel wie Tofu, Tempeh und Seitan beeindruckende Verdaulichkeitswerte von 92 bis 97 Prozent erreichen – vergleichbar mit tierischen Quellen. Eine globale Studie aus 2025 belegt zudem, dass Länder mit höherem Konsum pflanzlicher Proteine wie Kichererbsen, Tofu und Erbsen eine höhere Lebenserwartung aufweisen.

Lupine: Das Protein-Kraftpaket

Mit einem Proteingehalt von bis zu 55 Prozent zählen Lupinensamen zu den proteinreichsten Hülsenfrüchten überhaupt. Eine Portion liefert etwa 26 Gramm Eiweiß bei nur 11 Gramm Netto-Kohlenhydraten.

Laut einer systematischen Übersichtsarbeit zeigen 71 Prozent der Studien positive Effekte auf den Blutdruck, 83 Prozent auf das Sättigungsgefühl und 64 Prozent auf die Blutfettwerte. Besonders interessant: Das Protein γ-Conglutin in Lupinen wirkt blutzuckersenkend.

Was Lupine so besonders macht:

Seitan: Der Protein-Champion

Mit 25 Gramm Eiweiß pro 100 Gramm ist Seitan eine der konzentriertesten pflanzlichen Proteinquellen. Das aus Weizengluten hergestellte Produkt hat eine jahrhundertelange Tradition in asiatischen Küchen.

Nährstoffprofil:

Wichtig zu wissen: Seitan ist nicht für Menschen mit Zöliakie oder Glutenunverträglichkeit geeignet. Für alle anderen bietet die bissfeste Textur vielseitige Möglichkeiten in herzhaften Gerichten.

Tempeh: Fermentiertes Superfood

Tempeh liefert etwa 18 bis 20 Gramm Protein pro 100 Gramm und punktet durch die Fermentation mit zusätzlichen Vorteilen. Der traditionell indonesische Sojablock ist durch den Fermentationsprozess besonders gut verdaulich.

Gesundheitliche Vorteile:

Die Fermentation macht die Nährstoffe besser bioverfügbar und fördert gleichzeitig die Darmbakterien.

Jackfruit: Textur-Wunder mit Nährstoffen

Die tropische Jackfruit überzeugt weniger durch ihren Proteingehalt als durch ihre einzigartige, faserige Textur und ihr beeindruckendes Nährstoffprofil. Laut einer Studie aus 2024 enthält das Fruchtfleisch hohe Konzentrationen an Kalium (4.028–9.559 mg/kg), Magnesium (1.401–2.307 mg/kg) und Phosphor.

Was Jackfruit bietet:

Aktuelle Forschung zu Jackfruit-Samen zeigt zudem antioxidative, entzündungshemmende und blutzuckerregulierende Eigenschaften der bioaktiven Verbindungen.

Nachhaltigkeit im Blick

Eine Studie aus Nature Sustainability 2025 zeigt, dass Hülsenfrüchte und Sojaprodukte die Treibhausgasemissionen um bis zu 50 Prozent reduzieren können. Lupine punktet zusätzlich durch ihre Fähigkeit zur Stickstofffixierung im Boden – ein Gewinn für nachhaltige Landwirtschaft.

Praktische Tipps für den Alltag

Mit diesen vier Proteinquellen steht dir eine vielseitige Palette für abwechslungsreiche, nährstoffreiche Mahlzeiten zur Verfügung.