Vegan und glücklich – Was die Wissenschaft über pflanzliche Ernährung und Glück sagt

19.1.2026

Macht vegane Ernährung glücklich? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler seit Jahren – und die neuesten Studien liefern spannende Erkenntnisse.

Vegane Ernährung und mentale Gesundheit: Was die Forschung zeigt

Systematische Übersichtsarbeit 2025

Eine systematische Übersichtsarbeit in PMC untersuchte 13 Studien mit 8.110 Teilnehmern zum Thema pflanzliche Ernährung und mentale Gesundheit.

Die Ergebnisse:

Der entscheidende Faktor: Qualität

Die Forschung zeigt einen klaren Trend:

Es ist nicht einfach "vegan = glücklich", sondern "vollwertig vegan = bessere mentale Gesundheit".

Die Motivation macht den Unterschied

Die Vegan Society fasst zusammen: Ethische Motivation für vegane Ernährung scheint schützend zu wirken, während rein gesundheitsorientierte Gründe mit höheren Orthorexie-Risiken verbunden sein können.

Das bedeutet: Wer aus Überzeugung für Tiere und Umwelt vegan lebt, profitiert möglicherweise mehr als jemand, der nur "clean eating" sucht.

Geschlechterunterschiede

Forschung zeigt interessante Unterschiede:

Die NEW Soul Study

Eine Studie der University of South Carolina (NEW Soul Study) untersuchte 159 Teilnehmer, die entweder vegane oder omnivore Diäten folgten.

Die Ergebnisse zeigen, dass die vegane Gruppe:

Warum könnte vegane Ernährung glücklich machen?

1. Ethische Übereinstimmung

Wer aus ethischen Gründen vegan lebt, handelt im Einklang mit seinen Werten – und das fördert das Wohlbefinden.

2. Darmgesundheit

Pflanzenreiche Ernährung fördert eine gesunde Darmflora. Forschung zeigt, dass die Darm-Hirn-Achse direkt die Stimmung beeinflusst.

3. Antioxidantien

Obst und Gemüse sind reich an Antioxidantien, die Entzündungen reduzieren – und Entzündungen sind mit Depression verknüpft.

4. Gemeinschaft

Vegane Gemeinschaften bieten soziale Unterstützung – ein wichtiger Faktor für das Wohlbefinden.

Die soziale Komponente

Auch Forschung der Vegan Society betont einen wichtigen Punkt: Veganer erfahren manchmal soziales Stigma und Diskriminierung, was die mentale Gesundheit beeinflussen kann.

Die gute Nachricht: Mit wachsender Akzeptanz wird dieser Faktor kleiner.

Praktische Tipps für veganes Glück

Vollwertig essen:

Gemeinschaft finden:

Mit Überzeugung leben:

Fazit: Vegane Ernährung kann glücklich machen – wenn...

Die Wissenschaft zeigt: Vegane Ernährung kann das Wohlbefinden fördern, aber es kommt auf die Details an:

  1. Vollwertige Ernährung statt verarbeiteter Produkte
  2. Ethische Motivation statt reiner Diätfokus
  3. Soziale Einbindung statt Isolation
  4. Selbstmitgefühl statt Perfektionismus

Veganes Leben ist nicht automatisch ein glückliches Leben – aber es kann eine Grundlage schaffen für ein Leben in Einklang mit den eigenen Werten, dem eigenen Körper und dem Planeten.


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Veganes Glück kommt nicht vom Verzicht – sondern vom Gewinn an Werten, Gesundheit und Gemeinschaft.