Vegan für Haustiere

Veganes Hundefutter im Vergleich

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Wer heute veganes Hundefutter kaufen will, muss nicht mehr im Nischenshop suchen. Vier Marken sind in Österreich und Deutschland breit erhältlich und führen mindestens ein Produkt als Alleinfuttermittel: Vegdog, Yarrah Bio Vega, Bosch HPC Vegan und Benevo. Preis, Sortiment und Bezugsweg unterscheiden sich deutlich.

Vier vegane Marken im Vergleich

Marke Herkunft Sortiment Preis pro Kilo Erhältlich
Vegdog Österreich, tierärztlich entwickelt Trocken- und Nassfutter ab rund 6 Euro Direktversand, dm, Fressnapf
Yarrah Bio Vega Niederlande, bio-zertifiziert Getreidefreies Trockenfutter rund 7 bis 10 Euro Online-Zoofachhandel AT/DE
Bosch HPC Vegan Adult Deutschland Trockenfutter mit Kartoffel und Erbse ab rund 7 Euro je 800-Gramm-Packung Online-Zoofachhandel
Benevo Großbritannien, seit 2005 am Markt Trocken- und Nassfutter rund 6,40 bis 8 Euro Online-Versand AT/DE

Vegdog ist die einzige der vier Marken mit Sitz in Österreich und zusätzlich stationär bei dm und Fressnapf zu finden. Die anderen drei kommen bislang nur per Versand ins Haus - ein Unterschied, der bei der Kaufentscheidung oft mehr zählt als der Preis pro Kilo.

Der Öko-Test zu pflanzlichem Hundefutter

Im November 2024 hat Öko-Test 25 Hundetrockenfutter geprüft und dabei gezielt vegane und vegetarische Produkte einbezogen, darunter Yarrah Bio Vega und Bosch HPC Vegan. Für die pflanzliche Fütterung empfiehlt das Magazin ausdrücklich die Rücksprache mit einer auf Ernährung spezialisierten Tierarztpraxis.

Die ausführliche Studienlage zu veganer Hundeernährung - inklusive der großen Kohortenstudien - ordnen wir in unserem Artikel zur Gesundheitsfrage ein. Welche Nährstoffe ein gutes veganes Futter zusetzen muss und wie die Deklaration Alleinfuttermittel funktioniert, erklärt der Grundlagenartikel zu veganem Hundefutter.

Vegetarisch ist nicht dasselbe wie vegan

Im Regal liegen "vegetarische" und "vegane" Hundefutter oft nebeneinander - das ist kein Synonym. Vegetarische Rezepturen dürfen Ei- oder Molkebestandteile enthalten, vegane per Definition nicht. Wer strikt pflanzlich füttern will, prüft die Zutatenliste auf Begriffe wie "Ei", "Eipulver" oder "Molkepulver", statt sich auf das Wort "vegetarisch" allein zu verlassen.

dm listet auf seiner Übersichtsseite zu veganem Hundefutter beide Kategorien getrennt auf - ein praktischer erster Anlaufpunkt zum Vergleichen im stationären Handel.

Kosten der Umstellung im Monat

Der Kilopreis allein sagt wenig, solange die Tagesration unbekannt ist. Für einen 15 Kilo schweren Hund mit rund 250 Gramm Trockenfutter täglich liegen die Monatskosten bei den vier genannten Marken zwischen etwa 45 und 75 Euro - abhängig von Marke und Gebindegröße. Größere Packungen senken den Kilopreis meist spürbar.

Der praktische Kaufcheck

Vor dem Erstkauf lohnen sich drei Blicke auf die Verpackung:

  1. Steht dort Alleinfuttermittel, nicht nur Ergänzungsfutter.
  2. Ist eine vollständige Nährstofftabelle mit Vitamin B12, Taurin und Omega-3 angegeben.
  3. Nennt der Hersteller eine Orientierung an den FEDIAF-Richtwerten.

Fehlt einer dieser drei Punkte, lohnt sich der Blick auf eine der anderen Marken aus der Tabelle.

Häufige Fragen

Welche Marken bieten wirklich veganes Hundefutter an?
In Österreich und Deutschland sind vier Marken breit erhältlich: Vegdog (Österreich, tierärztlich entwickelt), Yarrah Bio Vega (Niederlande, bio-zertifiziert), Bosch HPC Vegan Adult (Deutschland) und Benevo (Großbritannien, seit 2005 am Markt). Alle vier führen mindestens ein Produkt als Alleinfuttermittel.
Ist vegetarisches Hundefutter dasselbe wie veganes?
Nein. Vegetarische Rezepturen dürfen Ei- oder Milchbestandteile enthalten, vegane per Definition nicht. Beide Begriffe stehen im Handel oft nebeneinander im Regal - beim Etikett zählt die Zutatenliste, nicht die Kategorie-Überschrift.
Wurde veganes Hundefutter schon unabhängig getestet?
Ja. Öko-Test hat im November 2024 25 Hundetrockenfutter geprüft und dabei gezielt vegane und vegetarische Produkte einbezogen, darunter Yarrah Bio Vega und Bosch HPC Vegan. Das Magazin empfiehlt für die pflanzliche Fütterung zusätzlich eine ernährungsfachliche tierärztliche Begleitung.
Was kostet die Umstellung im Monat für einen mittelgroßen Hund?
Für einen 15 Kilo schweren Hund mit rund 250 Gramm Trockenfutter täglich liegen die Kosten bei den vier genannten Marken zwischen etwa 45 und 75 Euro im Monat, abhängig von Marke und Gebindegröße. Größere Packungen senken den Kilopreis meist deutlich.
Bekomme ich veganes Hundefutter im normalen Zoofachhandel?
Bei Vegdog ja - die Marke liegt bei dm und Fressnapf im Regal. Yarrah Bio Vega, Bosch HPC Vegan und Benevo sind bislang vor allem über den Online-Zoofachhandel in Österreich und Deutschland erhältlich.
Woran erkenne ich, ob ein Futter als Alleinfuttermittel geeignet ist?
Am Wort "Alleinfuttermittel" auf der Verpackung, einer vollständigen Nährstofftabelle und dem Hinweis auf die FEDIAF-Richtwerte. Details dazu erklären wir im Grundlagenartikel zu veganem Hundefutter.