Sind Pommes vegan?
Pommes Frites bestehen im Grunde nur aus drei Zutaten: Kartoffeln, Pflanzenöl und Salz. Damit sind sie prinzipiell vegan. Doch so einfach ist es leider nicht immer. Ob im Restaurant, beim Imbiss oder bei der Fast-Food-Kette: Laut Vegpool gibt es einige Stolperfallen, die du kennen solltest.
Das Frittier-Fett: Die größte Falle
Die meisten Pommes werden heute in Pflanzenöl frittiert. Doch es gibt Ausnahmen: Laut Utopia verwenden manche Imbisse noch immer tierische Fette wie Rindertalg, Butterschmalz oder sogar Schweineschmalz.
Besonders in Belgien ist das Frittieren in Rindertalg Tradition: Echte belgische Pommes werden oft sogar zweimal in Rinderfett frittiert, was ihnen ihre legendäre Knusprigkeit verleiht. Für Veganer:innen sind diese Fritten natürlich tabu.
Ein weiteres Problem: Selbst wenn Pflanzenöl verwendet wird, werden in derselben Friteuse oft auch tierische Produkte wie Chicken Nuggets oder panierter Fisch frittiert. Streng genommen sind die Pommes dann nicht mehr vegan.
McDonald's: Deutschland vs. USA
Die gute Nachricht für Österreich und Deutschland: Die Pommes bei McDonald's sind hierzulande vegan, wie VeganFreundlich bestätigt. Sie enthalten Kartoffeln, Pflanzenöl, Dextrose für die goldene Farbe und Dinatriumdiphosphat als Stabilisator.
In den USA sieht das anders aus: Dort werden die Pommes mit Rindfleischaroma gewürzt, das Milchbestandteile enthält. Vor 1990 wurden sie sogar direkt in Rindertalg frittiert. Nach dem Wechsel zu Pflanzenöl wurde das Aroma hinzugefügt, um den gewohnten Geschmack zu erhalten. Das führte zu einem Rechtsstreit mit vegetarischen und hinduistischen Gruppen, den McDonald's mit einer Zahlung von 10 Millionen Dollar beilegte.
Burger King: Gute Nachrichten
Die King Pommes bei Burger King sind vegan und werden in einer separaten Friteuse zusammen mit anderen pflanzlichen Produkten zubereitet. Auch die Onion Rings sind eine vegane Option.
Tiefkühl-Pommes: Fast immer vegan
Bei Tiefkühl-Pommes aus dem Supermarkt kannst du entspannt zugreifen: ÖKO-TEST zeigt, dass der Großteil der Tiefkühl-Pommes vegan ist. Ein Blick ins Sortiment zeigt, dass etwa acht von zehn Produkten explizit als vegan ausgezeichnet sind.
Achte bei verpackten Pommes immer auf die Zutatenliste. Folgende Inhaltsstoffe sind nicht vegan:
| Zutat | Quelle |
|---|---|
| Rindertalg/Rinderfett | Tierisch |
| Butterschmalz | Tierisch (Milch) |
| Schweineschmalz | Tierisch |
| Molkepulver | Tierisch (Milch) |
| Rindfleischaroma | Oft tierisch oder mit Milch |
Vegane Pommes zu Hause: Die sicherste Variante
Die beste Lösung für 100% vegane Pommes ist die Zubereitung zu Hause. Im Airfryer oder Backofen gelingen sie mit wenig Öl besonders knusprig.
Tipps für perfekte Pommes:
- Kartoffeln nach dem Schneiden 30 Minuten wässern, um überschüssige Stärke zu entfernen
- Vor dem Backen gut trockentupfen
- Mit etwas Pflanzenöl (Rapsöl oder Sonnenblumenöl) und Salz würzen
- Im Airfryer bei 200°C etwa 15-20 Minuten backen
Fazit
Pommes sind grundsätzlich vegan, aber beim Auswärtsessen ist Vorsicht geboten. In Österreich und Deutschland sind die Pommes bei McDonald's und Burger King sicher. Bei Imbissen und traditionellen Pommesbuden solltest du nach dem verwendeten Fett fragen. Die sicherste Variante bleibt die Zubereitung zu Hause oder der Griff zu gekennzeichneten veganen Tiefkühl-Pommes aus dem Supermarkt.