Pegane Ernährung: Vegan und Paleo kombiniert

16.1.2026

Die pegane Ernährung verbindet zwei scheinbar gegensätzliche Ernährungskonzepte: vegan und Paleo. Der Begriff wurde durch den amerikanischen Arzt Dr. Mark Hyman geprägt, der damit einen pflanzenzentrierten Ansatz beschreibt. Statt strenger Regeln steht die Qualität der Lebensmittel im Vordergrund.

Was bedeutet Pegan?

Bei der peganen Ernährung machen Gemüse und Obst etwa 75 Prozent der täglichen Nahrung aus. Die restlichen 25 Prozent bestehen aus hochwertigen Fetten und optional kleinen Mengen tierischer Produkte. Da VeganBlatt ein rein pflanzliches Magazin ist, konzentrieren wir uns hier auf die vegane Variante der peganen Ernährung.

Die Grundprinzipien sind klar: natürliche, vollwertige Lebensmittel stehen im Mittelpunkt. Verarbeitete Produkte, Zucker und künstliche Zusatzstoffe werden gemieden.

Die wichtigsten Regeln der veganen peganen Ernährung

1. Gemüse ist die Basis

Mindestens die Hälfte jeder Mahlzeit sollte aus Gemüse bestehen. Je bunter, desto besser: Dunkelgrünes Blattgemüse, rote Paprika, orangefarbene Karotten und violette Auberginen liefern unterschiedliche Nährstoffe. Stärkehaltige Gemüsesorten wie Süßkartoffeln sind in Maßen erlaubt.

2. Zucker stark reduzieren

Pegane Ernährung minimiert Zucker in jeder Form. Das gilt auch für versteckte Zucker in Fertigprodukten. Als Süßungsmittel eignen sich Datteln, reifes Obst oder kleine Mengen Ahornsirup.

3. Glutenfreie Getreidealternativen bevorzugen

Klassisches Weizenmehl wird durch glutenfreie Alternativen ersetzt. Quinoa, Buchweizen, Amaranth und Hirse sind gute Optionen. Sie liefern komplexe Kohlenhydrate und wertvolle Nährstoffe.

4. Gesunde Fette täglich

Avocados, Nüsse, Samen und hochwertiges Olivenöl sind wichtige Bestandteile. Sie liefern essentielle Fettsäuren und unterstützen die Aufnahme fettlöslicher Vitamine. Verarbeitete Pflanzenöle wie raffiniertes Sonnenblumen- oder Rapsöl werden hingegen gemieden.

5. Hülsenfrüchte in Maßen

Anders als bei der strengen Paleo-Diät sind Hülsenfrüchte bei der peganen Variante erlaubt. Linsen, Kichererbsen und Bohnen sind wichtige pflanzliche Proteinquellen und sollten nicht fehlen.

Was sagt die Wissenschaft?

Direkte Langzeitstudien zur peganen Ernährung sind laut Cleveland Clinic noch rar. Allerdings zeigt eine Studie aus Nature Medicine, dass pflanzenzentrierte Ernährungsweisen mit reduziertem Zucker- und Stärkekonsum positive Effekte auf Blutzucker, Blutfette und Entzündungsmarker haben können.

Eine Analyse der Tulane University verglich verschiedene Ernährungsmuster und stellte fest: Vegane Ernährung hat mit 0,7 kg CO2 pro 1000 Kalorien den geringsten ökologischen Fußabdruck. Die klassische Paleo-Diät schnitt mit 2,6 kg CO2 deutlich schlechter ab.

Pegane Ernährung als Veganer

Für Menschen, die bereits vegan leben, bietet der pegane Ansatz interessante Impulse:

Mehr Gemüse, weniger verarbeitete Produkte: Auch vegane Fertigprodukte wie Fleischersatz sollten nicht täglich auf dem Speiseplan stehen. Vollwertige pflanzliche Lebensmittel sind die bessere Wahl.

Bewusster Umgang mit Zucker: Viele vegane Süßigkeiten und Backwaren enthalten viel Zucker. Die pegane Philosophie regt dazu an, diese zu reduzieren.

Glutenfreie Optionen entdecken: Wer experimentierfreudig ist, kann Weizen öfter durch Pseudogetreide ersetzen und so neue Geschmackswelten entdecken.

Kritische Betrachtung

Die pegane Ernährung ist nicht perfekt. Der Verzicht auf Vollkorngetreide und die Einschränkung von Hülsenfrüchten werden von Ernährungswissenschaftlern laut Healthline kritisch gesehen. Diese Lebensmittelgruppen liefern wichtige Ballaststoffe und B-Vitamine.

Als Veganer solltest du Hülsenfrüchte nicht zu stark einschränken. Sie sind essentielle Proteinlieferanten und wichtig für die optimale Proteinkombination.

Fazit: Das Beste aus beiden Welten

Die pegane Ernährung bietet einen flexiblen Rahmen für eine pflanzenbasierte Lebensweise. Statt starren Regeln geht es um Qualität: frische, vollwertige Lebensmittel statt hochverarbeiteter Produkte.

Für Veganer lässt sich daraus mitnehmen: Viel buntes Gemüse, hochwertige Fette, reduzierter Zucker und mehr Abwechslung bei den Getreidesorten. Die strengen Einschränkungen bei Hülsenfrüchten müssen nicht übernommen werden.

Wer pflanzlich abnehmen möchte, findet in der peganen Philosophie hilfreiche Ansätze. Der Fokus auf vollwertige Lebensmittel und die Reduktion von Zucker und verarbeiteten Produkten unterstützt ein gesundes Gewichtsmanagement auf natürliche Weise.