Küchenkräuter als Medizin: 3 Heilpflanzen für deine Gesundheit
Salbei, Spitzwegerich und Thymian sind weit mehr als nur Gewürze für deine Küche. Diese Heilpflanzen werden seit Jahrhunderten in der Naturmedizin eingesetzt - und aktuelle wissenschaftliche Studien bestätigen ihre vielfältigen Wirkungen. Ob bei Erkältungen, Verdauungsbeschwerden oder kleinen Verletzungen: Diese drei Kräuter gehören in jeden Haushalt.
Salbei - der vielseitige Klassiker
Vom Salbei (Salvia officinalis) gibt es rund 1.000 unterschiedliche Arten. Medizinisch relevant sind vor allem der Echte Salbei und der Dreilappige Salbei. Forschungsergebnisse aus 2025 zeigen, dass Salbei beeindruckende therapeutische Eigenschaften besitzt.
Wirkungen von Salbei:
- Beruhigt Haut und Darm
- Das enthaltene Cineol wirkt entzündungshemmend
- Bitterstoffe fördern die Verdauung
- Hat eine schweißlindernde Wirkung
- Zeigt antibakterielle Aktivität gegen Krankheitserreger
Ernte und Anwendung: Geerntet werden beim Salbei die Blätter, wodurch die Pflanze immer wieder austreiben kann. Kurz vor der Blüte im Juni ist das Aroma am stärksten. Um die Pflanze nicht zu schädigen, ernte am besten nur die Triebspitzen.
Tipp: Bei Magen-Darm-Beschwerden brühe einen Tee aus den Blättern auf und trinke ihn nach dem Essen oder zwischen den Mahlzeiten. Bei Zahnfleischentzündungen spüle den Mund mit einem höher konzentrierten Salbeitee aus.
Thymian - das natürliche Antibiotikum
Thymian (Thymus vulgaris) bekämpft Infektionen, die von Viren oder Bakterien verursacht werden - besonders bei Erkrankungen der Atemwege. Eine aktuelle Studie aus 2024 bestätigt die breite antibakterielle Wirkung der Pflanze.
Wirkungen von Thymian:
- Wirkt als natürliches Antibiotikum mit breitem Wirkspektrum
- Ätherische Öle (vor allem Thymol) wirken antiseptisch und entzündungshemmend
- Hilft bei Bronchitis und Entzündungen der Mundschleimhaut
- Studien zeigen auch antivirale Eigenschaften
Ernte und Anwendung: Verwendet werden können sowohl die Blätter als auch die Blüten des Thymians. Vor der Blüte sind die Blätter allerdings intensiver im Geschmack.
Tipp: Traditionell wird Thymian auch bei Magen-Darm-Beschwerden als Tee eingesetzt. Zum Inhalieren bei Atemwegsbeschwerden gib einige Tropfen Thymianöl in heißes Wasser und atme den Dampf ein. Auch als Zusatz für ein wohltuendes Erkältungsbad ist Thymian ideal.
Spitzwegerich - Erste Hilfe aus der Natur
Der Spitzwegerich (Plantago lanceolata) war im Mittelalter eine der am meisten verwendeten Heilpflanzen gegen Hautentzündungen und Wunden. Moderne Studien bestätigen seine beeindruckenden Heilwirkungen.
Wirkungen von Spitzwegerich:
- Schleimstoffe wirken reizmildernd bei Husten
- Enthält entzündungshemmende Flavonoide
- Lindert Juckreiz bei Insektenstichen
- Hilft bei Verbrennungen durch Brennnesseln
- Fördert nachweislich die Wundheilung
Fundorte: Du findest Spitzwegerich an Wegesrändern, in Wiesen und auf Feldern - gerne auch auf eher trockenen Böden. Er wächst den ganzen Sommer lang.
Tipp: Bei kleinen Verletzungen oder Insektenstichen kannst du die Blätter direkt auf die Wunde auflegen. Wichtig: Die natürliche antibiotische Wirkung des Spitzwegerichs wird durch langes Erhitzen vermindert. Ideal ist daher die Verwendung des frischen Presssafts. Heilende Inhaltsstoffe stecken übrigens nicht nur in den Blättern - auch Wurzel und Samen können verwendet werden.
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