Ist vegane Butter gesund? Der wissenschaftliche Faktencheck 2026

9.1.2026

Vegane Butter erobert die Supermarktregale – aber ist sie auch gesund? Aktuelle Studien und Tests aus 2024 zeigen ein differenziertes Bild. Wir haben die wissenschaftlichen Fakten für dich zusammengetragen.

Die ernüchternden Testergebnisse 2024

Die österreichische Verbraucherinformation (VKI) und deutsche Testorganisationen untersuchten 2024 verschiedene vegane Butteralternativen. Das Ergebnis war ernüchternd: Laut Öko-Test fielen sieben von neun getesteten veganen Buttern durch.

Die Hauptprobleme:

Fettsäuren: Der kritische Punkt

Vegane Butter schneidet bei der Fettsäurezusammensetzung oft schlechter ab als Margarine. Wissenschaftliche Analysen zeigen, dass vegane Butter typischerweise:

Das ungünstige Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3 kann Entzündungen fördern, wenn es nicht durch andere Lebensmittel ausgeglichen wird.

Die Mineralöl-Problematik

Besonders besorgniserregend sind die Mineralölrückstände (MOSH/MOAH), die in fast allen getesteten veganen Buttern nachgewiesen wurden. Die VKI warnt, dass MOAH-Verbindungen potenziell krebserregend sein können.

Inhaltsstoffe unter der Lupe

Kokosfett und Palmöl

Viele vegane Buttern basieren auf Kokosfett oder Palmöl. Beide sind reich an gesättigten Fettsäuren:

Ernährungswissenschaftler empfehlen, den Konsum gesättigter Fettsäuren zu begrenzen – egal ob aus tierischen oder pflanzlichen Quellen.

Raffinierte Öle

Die meisten veganen Buttern enthalten stark verarbeitete, raffinierte Öle. Diese können Entzündungen fördern und bieten wenig Nährwert.

Was fehlt in veganer Butter?

Im Vergleich zu Milchbutter fehlen veganer Butter:

Viele Hersteller reichern ihre Produkte mit synthetischen Vitaminen an, deren Bioverfügbarkeit umstritten ist.

Salzgehalt: Ein verstecktes Problem

Laut Studien enthält vegane Butter oft 60-mal mehr Salz als herkömmliche Butter:

Die besseren Alternativen

Ernährungswissenschaftler empfehlen gesündere pflanzliche Fette:

1. Natives Olivenöl extra

Reich an einfach ungesättigten Fettsäuren und Antioxidantien. Ideal für Salate und sanftes Braten.

2. Avocado

Natürliche Quelle gesunder Fette mit cremiger Konsistenz. Perfekt als Brotaufstrich.

3. Nussmus

Mandel-, Cashew- oder Tahini liefern Protein, Mineralstoffe und gesunde Fette.

4. Selbstgemachte Aufstriche

Aus Hülsenfrüchten, Nüssen und Gemüse – frisch, unverarbeitet und nährstoffreich.

Omega-3 für Veganer

Da vegane Butter keine Omega-3-Fettsäuren liefert, empfehlen Studien folgende pflanzliche Quellen:

Neue Forschung: Verjüngungseffekte?

Eine 2024 veröffentlichte Zwillingsstudie deutet auf mögliche Anti-Aging-Effekte veganer Ernährung hin. Allerdings betonten die Forscher, dass der beobachtete Effekt möglicherweise auf die reduzierte Kalorienzufuhr und nicht auf die vegane Ernährung per se zurückzuführen ist.

Praktische Empfehlungen

Beim Kauf beachten:

Verwendung optimieren:

Das sagt die Wissenschaft zur Menge

Die Österreichische Gesellschaft für Ernährung empfiehlt generell einen moderaten Fettkonsum. Für Streichfette gilt:

Fazit: Nicht automatisch gesünder

Vegane Butter ist nicht per se gesünder als Milchbutter. Die aktuellen Tests zeigen sogar bedenkliche Aspekte wie Mineralölrückstände und ungünstige Fettsäurezusammensetzungen.

Das Wichtigste in Kürze:

Die Lösung: Verwende vegane Butter bewusst und sparsam. Setze im Alltag lieber auf unverarbeitete pflanzliche Fette wie Nüsse, Samen, Avocados und hochwertige Öle. So profitierst du von den gesundheitlichen Vorteilen pflanzlicher Ernährung, ohne die Nachteile hochverarbeiteter Produkte.

Hinweis: Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine individuelle Ernährungsberatung. Bei gesundheitlichen Fragen wende dich an qualifizierte Fachkräfte.