Ist Kimchi vegan? Fischsauce, Jeotgal und vegane Marken im Check

24.2.2026

Kimchi ist das koreanische Superfood schlechthin: fermentierter Chinakohl mit Chili, Knoblauch und Ingwer. Doch wer sich vegan ernährt, sollte genau hinschauen – denn traditionelles Kimchi ist nicht immer pflanzlich.

Die kurze Antwort

Traditionelles Kimchi ist oft nicht vegan. Klassische koreanische Rezepte verwenden Fischsauce oder fermentierte Garnelenpaste (Jeotgal) für den typischen Umami-Geschmack. Es gibt jedoch immer mehr vegane Varianten – sowohl im Supermarkt als auch zum Selbermachen.

Warum traditionelles Kimchi nicht vegan ist

In Korea ist Kimchi ein Nationalgericht mit über 100 verschiedenen Varianten. Die meisten traditionellen Rezepte enthalten Jeotgal (젓갈), eine fermentierte Meeresfrüchte-Paste. Diese wird aus Garnelen, Sardellen, Tintenfisch oder anderen Meerestieren hergestellt und verleiht dem Kimchi seinen charakteristischen salzigen, umami-reichen Geschmack.

Laut Jongga Europe ist Kimchi traditionell nicht vegan, da es fermentierte Meeresfrüchte enthält, die den intensiven herzhaften Geschmack erzeugen.

Typische nicht-vegane Zutaten in Kimchi

Zutat Koreanisch Beschreibung
Fischsauce 액젓 (Aekjeot) Fermentierte Sardellen
Garnelenpaste 새우젓 (Saeujeot) Fermentierte Garnelen
Jeotgal 젓갈 Sammelbegriff für fermentierte Meeresfrüchte
Austernextrakt 굴 엑기스 Manchmal in Fertigprodukten

So erkennst du veganes Kimchi

Beim Kauf von Kimchi im Supermarkt solltest du laut Kathy's Vegan Kitchen auf folgende Punkte achten:

  1. Vegan-Siegel suchen: Achte auf Labels wie "vegan", "plant-based" oder das V-Label
  2. Zutatenliste prüfen: Meide Produkte mit Fischsauce, Sardellenextrakt, Garnelenpaste oder Austernextrakt
  3. Koreanische Begriffe kennen: 액젓 (Aekjeot) oder 새우젓 (Saeujeot) weisen auf tierische Zutaten hin

Vegane Kimchi-Marken

Immer mehr Hersteller bieten explizit veganes Kimchi an. Thrive Cuisine listet folgende empfehlenswerte Marken:

Kimchi in österreichischen Supermärkten

Bei BILLA findest du beispielsweise Dongwon Kimchi, wobei du die Zutatenliste prüfen solltest. Bei KoRo Austria gibt es explizit veganes Kimchi, das nach traditionellem Rezept, aber ohne Fischsauce hergestellt wird.

Im BILLA PFLANZILLA in der Mariahilfer Straße in Wien findest du ein rein pflanzliches Sortiment mit über 2.500 veganen Produkten.

Vegane Alternativen für den Umami-Geschmack

Wenn du Kimchi selbst machst, kannst du tierische Zutaten laut Fairment einfach ersetzen:

Gesundheitsvorteile von Kimchi

Egal ob vegan oder traditionell – Kimchi ist ein fermentiertes Powerpaket. Laut Naturheilkunde Kompakt zeigt eine Meta-Analyse von 2024, dass regelmäßiger Kimchi-Verzehr den Blutzuckerspiegel, die Blutfette und den Blutdruck senken kann.

Eine aktuelle Studie aus 2025 untersuchte erstmals die immunologischen Effekte von Kimchi auf Einzelzellenebene. Die Ergebnisse: Kimchi kann übermäßige Immunreaktionen unterdrücken und die allgemeine Immunfunktion verbessern.

Probiotische Wirkung

Das Zentrum der Gesundheit erklärt: Durch die Fermentation enthält Kimchi lebende Milchsäurebakterien, die als natürliche Probiotika wirken. Studien zeigen, dass diese Bakterien antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften besitzen.

Besonders interessant: Kimchi ist reich an Lactobacillus plantarum – einem Bakterienstamm, der als besonders resistent gegen Magensäure gilt und somit lebend im Darm ankommt.

Schnell-Check: Ist mein Kimchi vegan?

Prüfpunkt Vegan?
"Vegan" oder "Plant-based" Label Ja
Enthält Fischsauce, Garnelenpaste Nein
Enthält Sojasauce, Misopaste Wahrscheinlich ja
Koreanischer Begriff "젓갈" (Jeotgal) Nein
Selbstgemacht mit veganem Rezept Ja

Fazit

Traditionelles Kimchi enthält häufig Fischsauce oder Garnelenpaste und ist daher nicht vegan. Die gute Nachricht: Es gibt immer mehr vegane Alternativen im Handel, und selbstgemachtes Kimchi lässt sich problemlos ohne tierische Zutaten zubereiten.

Tipp: Auf VeganBlatt findest du unser Rezept für veganes Kimchi, mit dem du ganz einfach dein eigenes fermentiertes Powergemüse herstellen kannst.