Starte Deinen eigenen Kompost!

30.12.2025

Kompostieren ist eine der nachhaltigsten Methoden, organische Abfälle zu verwerten und gleichzeitig wertvollen Dünger für Deinen Garten zu gewinnen. Mit eigenem Kompost schließt Du den natürlichen Kreislauf und reduzierst Deinen ökologischen Fußabdruck erheblich.

Warum Kompostieren sinnvoll ist

Kompost dient nicht nur dazu, ausgelaugten Böden wieder Nährstoffe zuzuführen, sondern er verbessert auch die Bodenbeschaffenheit nachhaltig. Er lockert schwere Böden auf, erhöht die Wasserspeicherfähigkeit und fördert das Bodenleben. Zudem reduzierst Du Deine Müllmenge um bis zu 40 Prozent! Aufgebracht wird der reife Kompost idealerweise im Frühjahr oder Herbst.

Der perfekte Standort und die Ausstattung

Der beste Ort für Deinen Kompost sollte windgeschützt an einem schattigen oder halbschattigen Platz gelegen sein. Direkte Sonneneinstrahlung würde den Kompost austrocknen, zu viel Schatten verlangsamt die Verrottung. Ein Platz unter einem Laubbaum ist ideal.

Kompostbehälter gibt es entweder im Baumarkt zu kaufen oder Du baust Dir selbst eine einfache Einfassung aus unbehandelten Holzlatten. Für kleine Gärten eignen sich geschlossene Thermokomposter besonders gut, da sie schneller arbeiten. Übrigens kann man sich auch für Balkon oder Terrasse selbst einen Mini-Komposter bauen - die Anleitung der Umweltberatung zeigt wie es geht.

Das Zwei-Haufen-System

Du brauchst idealerweise immer 2 Komposthaufen: während der eine ruht und verrottet, befüllst Du den zweiten. Nach etwa 6-12 Monaten ist der erste Kompost reif und kann verwendet werden. Halte den Kompost immer feucht, aber nicht nass - die Konsistenz eines ausgedrückten Schwammes ist optimal.

Praktische Tipps für die Küche und den Garten

Auf dem Kompost sollte wirklich nur das landen, was sich nicht anders verwerten lässt. Weitere Tipps zur Lebensmittelverwertung findest Du in unserem Artikel über Lebensmittelverschwendung vermeiden. Um zu vermeiden, dass Deine Abfälle für den Kompost zu stinken anfangen, kannst Du sie in einem dichten Behälter im Kühlschrank aufbewahren oder täglich zum Kompost bringen.

Trage beim Kompostieren am besten Gartenhandschuhe, damit die Hände und vor allem die Nägel sauber bleiben. Nachhaltige, plastikfreie Gartenhandschuhe sind dabei die umweltfreundlichere Wahl.

Richtig kompostieren!

Es ist sehr wichtig, was alles am Kompost landet, denn nicht alles ist geeignet. Dafür gibt es wiederum Dinge, wo Du vielleicht nicht auf die Idee gekommen wärest, sie zum Kompost zu geben.

Das darf auf Deinen Kompost:

Das gehört NICHT auf den Kompost:

Weitere Tipps für erfolgreiches Kompostieren

Schichtung ist wichtig: Wechsle zwischen feuchten (Küchenabfälle) und trockenen Materialien (Laub, Äste) ab. Das sorgt für optimale Belüftung und verhindert Fäulnis.

Die richtige Größe: Zerkleinere große Stücke - je kleiner das Material, desto schneller die Verrottung.

Umsetzen beschleunigt: Setze den Kompost alle paar Monate um, damit er gut durchlüftet wird und gleichmäßig verrottet.

Kompostreife erkennen: Reifer Kompost ist dunkelbraun, krümelig und riecht nach Waldboden. Er sollte keine erkennbaren Ausgangsmaterialien mehr enthalten.

Noch mehr detaillierte Tipps zum Kompostieren findest Du bei der Umweltberatung.